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Israel: Großeinsatz in Gaza

Mindestens zwölf Palästinenser sind bei einem Vorstoß der israelischen Armee in Gaza-Stadt ums Leben gekommen.

Israel zieht nach den Worten von Verteidigungsminister Schaul Mofas eine Wiederbesetzung des 1994 geräumten Gazastreifens in Betracht. Die Regierung werde entscheiden, wann der günstigste Zeitpunkt für einen solchen Schritt sei, sagte Mofas am Sonntag im israelischen Rundfunk.

In der Nacht hatten Armeeinheiten unterstützt von 50 Panzern und Kampfhubschraubern die größte israelische Militäroperation im Gazastreifen seit Ausbruch der Intifada vor zwei Jahren ausgeführt. Dabei waren nach palästinensischen Angaben zwölf Menschen getötet und mehr als 50 verletzt worden. Bislang ist unklar, ob es sich bei den Opfern um Zivilisten oder militante Palästinenser handelt.

Nach den Worten von Mofas wollte die Armee die terroristische Infrastruktur zerstören. Nach Armeeangaben wurden 50 Werkstätten gesprengt, in denen Waffen und Bomben hergestellt worden seien. Nach Darstellung der Palästinenser handelte es sich um einfache Metallwerkstätten.

Mofas bezeichnete den Einmarsch in Gaza als Reaktion auf zehn Kassem-Raketen, die von der radikal-islamischen Hamas-Bewegung am Freitagabend auf die israelische Stadt Sderot abgefeuert wurden. Die Stadt liegt unmittelbar an der nördlichen Grenze des Gazastreifens.

DPA
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