Kommunalwahl in den Niederlanden Stimmungstest mit Rechtspopulist


In den Niederlanden haben am Mittwoch die Wähler anderthalb Wochen nach dem Koalitionsbruch in Den Haag neue Kommunalparlamente gewählt. Der wegen seiner Kritik am Islam umstrittene Politiker Geert Wilders kandidiert in Den Haag und Almere.

In den Niederlanden haben am Mittwoch die Wähler anderthalb Wochen nach dem Koalitionsbruch in Den Haag neue Kommunalparlamente gewählt. Schon vor dem Ende der am Streit über den Afghanistan-Einsatz zerbrochenen Mitte-Links-Koalition hatte mit der Einwanderungspolitik ein landesweites Thema die Diskussion beherrscht.

Mit Spannung wird insbesondere das Abschneiden der Partei für die Freiheit (PVV) des Rechtspopulisten Geert Wilders erwartet, die allerdings nur in zwei Städten antritt. Nach Einschätzung von Beobachtern hat die PVV nur in Den Haag und Almere Listen aufgestellt, weil sie dort auf besonders viele Stimmen hoffen kann. Verluste dürften dagegen die christdemokratische CDA von Regierungschef Jan Peter Balkenende und die Sozialdemokraten (PvdA) einfahren. Die niederländische Regierungskoalition aus CDA, PvdA und der kleinen Christen-Union (CU) war am 20. Februar am Streit um den niederländischen Einsatz in Afghanistan zerbrochen. Die Kommunalwahl gilt als Stimmungstest für die vorgezogene Parlamentswahl im Juni.

APN, AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker