Kurdenfrage PKK beendet Waffenstillstand


Die PKK hat mit Beginn der Beitrittsverhandlungen zwischen EU und Türkei die Kurdenfrage zu einem gesamteuropäischen Problem erklärt - und gleichzeitig ihre Waffen wiederaufgenommen. Dem Land am Bosporus droht nun neuer Terror.

Die kurdische Untergrundorganisation PKK hat ihren einseitigen Waffenstillstand mit der Türkei aufgekündigt und die Kurdenfrage zugleich zu einem Problem der gesamten Europäischen Union (EU) erklärt.

Mit dem Beginn der Beitrittsverhandlungen der Türkei zur EU am 3. Oktober sei das kurdische Problem nicht mehr allein ein türkisches sondern ein grundsätzliches Problem der EU, hieß es in einer am Donnerstag von der in Deutschland ansässigen, PKK-nahen Nachrichtenagentur Mesopotamia verbreiteten PKK-Erklärung. "Es ist sicher, dass das kurdische Volk seine legitimen Rechte zur aktiven Verteidigung und zum demokratischen Widerstand nutzen wird, um sich und seine nationale Ehre gegen zunehmende Zerstörungsoperationen des türkischen Staates zur Wehr zu setzen", hieß es darin. Die PKK kritisiert das Fehlen jeglichen Hinweises auf eine Lösung des Kurdenproblems in den Verhandlungs-Dokumenten der EU mit der Türkei.

Die PKK hatte im August einseitig einen Waffenstillstand mit der Türkei erklärt und diesen später bis zum 3. Oktober verlängert. Die türkische Regierung und die Armee des Landes ignorierten, wie jeweils in der Vergangenheit, den Waffenstillstand und setzten ihre Militäroperationen gegen die Rebellen fort. Sowohl die USA als auch die EU haben die PKK als terroristische Organisation eingestuft.

Reuters Reuters

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