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Manchester: Der Ablauf des Anschlags - was bisher bekannt ist

Gerade noch haben tausende Teenager ihrem Idol Ariana Grande zugejubelt, als plötzlich eine gewaltige Explosion die Manchester Arena erschüttert. Eine Chronologie des Tathergangs.

Polizisten riegeln am Tag nach dem Anschlag die Manchester Arena ab

Polizisten riegeln am Tag nach dem Anschlag die Manchester Arena ab

Ein erneuter Terrorangriff erschüttert die Briten: Am Montagabend verübte ein Mann, dessen Identität den Behörden inzwischen bekannt ist, nach einem Konzert von Ariane Grande einen Selbstmordanschlag. 22 Menschen wurden getötet, unter ihnen auch Kinder. Mindestens 59 weitere wurden verletzt. Die Behörden behandeln die Tat als Terrorakt. Auch die britische Premierministerin Theresa May spricht von einem Terrorangriff. Der Attentäter von Manchester wollte "das größtmögliche Blutbad" anrichten, sagt sie. Er habe mit "kaltem Kalkül" auf Kinder gezielt.

Was über den Tathergang bislang bekannt ist:

  • Kurz vor 22.30 Uhr Ortszeit verlässt die Sängerin Ariane Grande die Bühne. Das Konzert ist zu Ende und die Fans beginnen, den Saal zu verlassen.
  • Zu diesem Zeitpunkt wartet der Attentäter offenbar bereits im Foyer der Manchester Arena - zusammen mit Eltern, die ihre Kinder von dem Konzert abholen wollen.
  • Um ca. 22.30 Uhr erschüttert eine Explosion die Eingangshalle. "Der Knall hallte durch das Foyer der Arena und die Leute fingen an zu laufen", berichtet ein 17-Jähriger dem Nachrichtensender Sky News.
  • Um 22.33 Uhr erreicht die Polizei in Manchester einem Sprecher zufolge der erste Notruf. Insgesamt gehen 240 Anrufe bei der Polizei ein.
  • Die Polizei geht davon aus, dass der Täter seine Bombe allein gezündet hat. Jetzt gelte es herauszufinden, ob er Teil eines Netzwerks war, sagt Ermittler Ian Hopkins.
  • Für einige Eltern herrscht auch am folgenden Morgen noch Ungewissheit, da sie ihre Kinder nicht erreichen können.

Großbritannien im Visier von Terroristen 

Großbritannien ist nicht zum ersten Mal Ziel eines Terroranschlags geworden. Erst am 22. März steuerte ein Attentäter ein Auto absichtlich in Fußgänger auf einer Brücke im Zentrum Londons. Anschließend erstach er einen Polizisten. Von den Opfern auf der Brücke erlagen vier ihren Verletzungen. Auch der Täter starb: Sicherheitskräfte erschossen ihn nach seiner Tat. 

Im Juli 2005 zündeten vier Muslime in der Londoner U-Bahn und einem Bus Sprengsätze. 56 Menschen starben, etwa 700 wurden verletzt.

ivi