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Terror in Frankreich Seit "Charlie Hebdo" wurden fünf Anschläge vereitelt


Die Angst vor weiteren Anschlägen ist seit dem Terror von Paris im Januar allgegenwärtig. Noch nie war die Bedrohung so groß. Aber die Sinne der Sicherheitskräfte waren auch noch nie so geschärft.

Seit dem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" hat die französische Polizei nach Regierungsangaben fünf weitere geplante Angriffe vereitelt. Darunter sei ein unmittelbar bevorstehender Anschlag auf eine oder mehrere Kirchen gewesen, wie Ministerpräsident Manuel Valls erklärte. In diesem Zusammenhang war ein 24-jähriger Mann festgenommen worden, der im Verdacht steht, sich Islamisten in Syrien anschließen zu wollen. "Niemals war die Bedrohung so groß", sagte Valls dem Sender France Inter.

Valls will religiöse Stätten im Land weiter intensiv schützen lassen. Aktuell würden 178 katholische Einrichtungen speziell überwacht. In Frankreich gibt es rund 45.000 solcher Einrichtungen. Seit der Terrorwelle vom Januar gilt im Großraum Paris die höchste Alarmstufe. Jüdische Einrichtungen und öffentliche Plätze werden besonders geschützt.

"Krieg gegen den Terror muss geführt werden"

Der Ministerpräsident verteidigte ein umstrittenes Gesetz, mit dem Nachrichtendienste mehr Möglichkeiten zur Überwachung bekommen sollen. Gleichzeitig räumte er ein, ein neues Attentat könne nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden. Frankreich werde für Werte wie Freiheit und Demokratie angegriffen, so Valls: "Der Krieg gegen den Terrorismus muss geführt werden."

Französische Streitkräfte sind Teil einer internationalen Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat und bekämpfen seit mehr als zwei Jahren Islamisten in Mali und der Sahel-Zone.

tim/Reuters/DPA DPA Reuters

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