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Kämpferische First Lady: Wie Melania Trump in Florida mit einem Gebet begeistert

Melania Trump macht sich rar. Bei vielen Auftritten von Donald Trump ist sie nicht dabei - oder tritt lediglich als schweigsames Beiwerk auf. In Florida zeigt sie sich von einer anderen Seite. Kämpferisch verteidigt sie ihren Mann.

Melania Trump in Florida

Melania Trump spricht in Florida

Kein Tag, an dem Donald Trump nicht eine neue Bombe platzen lässt. Einreisestopp, Personalprobleme, alternative Fakten oder der Feldzug gegen Fake-News: Der neue US-Präsident scheint dauerpräsent. Doch um seine Frau Melania war es auffällig ruhig geworden. Seit der Amtseinführung gab es nur zwei öffentliche Auftritte der First Lady. Daher war ihre Rede in Florida ein bislang seltenes Ereignis. Ihr Auftritt war kurz, aber sie wählte ungewohnt deutliche Worte.

Hatte sich Melania Trump während des Wahlkampfs eher mit der Rolle des stillen, aber schmückenden Beiwerks begnügt, schöpfte sie nun vor Trump-Anhängern in Melbourne, Florida, aus den Vollen. Doch unüberlegt agiert sie nicht, ihr gesamter Auftritt war eine große Choreographie. 

Zu Beginn fordert sie die rund 9000 Zuschauer auf, mit ihr zu beten. Ruhig, aber mit deutlich höhbar osteuropäischem Akzent sagt sie das Vaterunser auf. Ein cleverer Schachzug. Gebete bei Veranstaltungen sind in den USA deutlich weniger ungewöhnlich als in Deutschland. In der Politik ist das jedoch etwas anderes. Die christlichen Traditionalisten in den USA zumindest feiern sie für das Gebet. "Gab es das jemals zuvor in der amerikanischen Politik?", schreibt der Missionar Franklin Graham via Facebook.

Melania Trump: "Mein Mann schafft Wohlstand"

"Für mich ist es eine Ehre, hier vor euch zu stehen als die First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika. Ich werde mir immer treu bleiben und ehrlich zu euch sein, ganz gleich, was die Opposition über mich sagt", sagt Melania Trump. Sie wolle sich für Frauen und Kinder auf der ganzen Welt einsetzen, so Trump weiter. "Mein Mann schafft ein Land von größter Sicherheit und Wohlstand." Danach verlässt sie unter Jubel und Applaus die Bühne. 

Sicherlich, der Auftritt war kurz. Und doch nimmt sie damit ihren Kritikern erst einmal den Wind aus den Segeln. Melania Trump lebt nicht mit ihrem Mann im Weißen Haus, sondern mit dem gemeinsamen Sohn Barron in New York. Daran stören sich vor allem die Konservativen. Im Sommer, wenn das Schuljahr beendet ist, will sie nach Washington umziehen. 

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kg