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Niederländische Christdemokraten Geert Wilders wieder als Koalitionspartner denkbar


Nun also doch: Nachdem am Dienstag die Verhandlungen über ein Mitte-links-Bündnis in den Niederlanden gescheitert waren, zeigen sich die Christdemokraten wieder zu Verhandlungen mit der Freiheitspartei des Rechtspopulisten Geert Wilders bereit.

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders ist im Ringen um die Bildung einer neuen Regierung wieder im Spiel. Medienberichten zufolge erklärte der Vorsitzende der Christdemokraten, Maxime Verhagen, seine Partei sei nun doch zu Sondierungsgesprächen mit mit Wilders' Freiheitspartei (PVV) und der rechtsliberalen Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD) bereit. Wilders bezeichnete dies als "positive Neuigkeit". Am Dienstag war der Versuch gescheitert, ein Mitte-Links-Bündnis aus vier Parteien zu schmieden.

Die VVD war aus der Parlamentswahl vom 9. Juni als Sieger hervorgegangen, knapp vor den Sozialdemokraten (PvdA). Drittstärkste Kraft wurde Wilders' PVV, die an den Christdemokraten des bisherigen Ministerpräsidenten Jan Peter Balkenende vorbeizog. Bereits kurz nach der Wahl waren Gespräche über die Bildung einer Rechts-Koalition unter Beteiligung der PVV gescheitert.

Der für seine islamkritische Haltung bekannte Wilders begrüßte den Sinneswandel der Christdemokraten. "Ich bin sehr glücklich", sagte er am Samstag der Nachrichtenagentur AP. Er hoffe, dass die Gespräche so bald wie möglich beginnen könnten.

APN APN

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