VG-Wort Pixel

Nordkorea Kim Jong Un soll 15 Gegner hingerichtet haben


Für Regimekritik muss man im Reich von Kim Jong Un oftmals mit dem Leben bezahlen. Allein in diesem Jahr sollen bereits 15 ranghohe Regierungsbeamte beseitigt worden sein.

In Nordkorea sind seit Jahresbeginn südkoreanischen Informationen zufolge 15 Gegner von #link;www.stern.de/thema/kim-jong-un;Staatschef Kim Jong Un# hingerichtet worden. Es habe sich um Regierungsvertreter gehandelt, die die Autorität Kims infrage gestellt hätten, sagte ein Mitglied des Geheimdienstausschusses des südkoreanischen Parlaments unter Berufung auf die Nachrichtendienste des Landes am Mittwoch. Die Hinrichtungen seien von Kim angeordnet worden. So sei der stellvertretende Forst-Minister wegen Kritik an der Politik des Staates exekutiert worden.

2013 hatte Kim seinen Onkel Jang Song Thaek hinrichten lassen, der als zweitmächtigster Mann im Staate galt. Ihm und anderen wurde Korruption und Schädigung der Wirtschaft des international weitgehend isolierten Landes vorgeworfen. Kim kam nach dem Tod seines Vaters 2011 an die Macht.

Eine Expertengruppe empfiehlt den USA, Nordkorea sogar wieder auf die Liste der Terrorunterstützerstaaten zu setzen. Nordkorea habe in den vergangenen Jahren "zunehmend Terrorismus als Mittel der staatlichen Politik" genutzt, heißt es in einem Bericht, den das in den USA ansässige Komitee für Menschenrechte in Nordkorea am Montag veröffentlichte. Auch die "materielle Unterstützung für ausgewiesene Terrororganisationen" sei offenbar verstärkt worden. Dieses Vorgehen sei für nordkoreanische Menschenrechtsaktivisten und Dissidenten im Exil eine besondere Gefahr.

ivi/AFP/Reuters Reuters

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker