Die USA und Israel greifen weiter den Iran an, Teheran schlägt zurück. In Frankfurt kommt der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung an. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Wichtige Updates
Matthias Urbach
Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- Die USA und Israel greifen weiter den Iran an.
- Ali Chamenei, der getötete Oberste Führer des Irans, sollte eigentlich am Mittwochabend beigesetzt werden. Das Staatsbegräbnis wurde offenbar verschoben.
- Berichten zufolge soll sein Sohn Modschtaba die Nachfolge antreten, Israel droht bereits mit Tötung.
- Der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung aus dem Nahen Osten ist in Frankfurt gelandet.
- Die Türkei hat eine Rakete aus dem Iran abgefangen – will sich aber nicht in den Krieg einmischen.
- Israel greift wiederholt die Hisbollah in Beirut an. Die libanesische Regierung hat Hisbollah-Mitglieder festgenommen.
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Thomas Krause
Der Iran streitet ab, die Türkei beschossen zu haben. Was über die von der Nato abgefangene Rakete bekannt ist:
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Thomas Krause
Das iranische Militär greift einem Medienbericht zufolge das Hauptquartier des US-Militärs im irakischen Erbil mit Drohnen an. Das meldet das staatliche iranische Fernsehen.
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Thomas Krause
Im Iran sollen bei den israelischen und US-Luftangriffen bereits mindestens 1230 Menschen getötet worden sein. Das berichteten iranische Medien übereinstimmend unter Berufung auf die staatliche Stiftung für Märtyrer und Veteranen. Nach Angaben des Staatssenders Iribnews sind unter den Todesopfern Zivilisten wie Militärangehörige.
Bei der Organisation handelt es sich um eine staatlich finanzierte Stiftung, die seit ihrer Gründung Familien von im Krieg getöteten Menschen sowie Kriegsversehrten finanzielle und institutionelle Unterstützung gewährt. Sie veröffentlicht in Kriegszeiten auch Daten über Opfer. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
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Thomas Krause
Lufthansa streicht Ziele im Nahen Osten teils für Wochen aus Flugplan
Die Lufthansa setzt ihre Flüge zu mehreren Zielen im Nahen Osten aus. Betroffen sind die Verbindungen von und nach Dubai und Abu Dhabi bis einschließlich 10. März, Tel Aviv bis zum 22. März, Beirut bis zum 28. März sowie Teheran bis zum 30. April.
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Thomas Krause
Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit der japanischen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi über die Lage im Nahen Osten gesprochen. Die Regierungschefs der beiden G7-Staaten hätten sich zur geopolitischen Situation sowie zu Handelsfragen und kritischen Rohstoffen ausgetauscht, teilt Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Die Partnerschaft solle bilateral und auch im Rahmen der G7 und G20 fortgesetzt werden. Merz hatte Takaichi zuletzt unmittelbar vor seiner China-Reise gesprochen.
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Thomas Krause
Großbritannien rechnet offenbar mit einem monatelangen Krieg im Iran. "Die Situation entwickelt sich noch, aber es gibt Anzeichen dafür, dass es sich um eine Krise handelt, die nicht Tage, sondern Wochen und möglicherweise Monate andauern wird", sagt der Staatssekretär im Außenministerium, Hamish Falconer, im Parlament.
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Thomas Krause
Der Iran hat erneut Raketen auf Israel abgefeuert. Die israelische Armee teilt mit, die Raketenabwehr sei im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. In weiten Teilen Israels heulten Warnsirenen, auch in der Küstenmetropole Tel Aviv. Einwohner berichten von Explosionsgeräuschen.
Die iranischen Revolutionsgarden hatten nach einem vorherigen Angriff auf Israel mitgeteilt, sie hätten vier fortschrittliche Raketen des Typs "Chorramschahr 4" auf das Zentrum von Tel Aviv abgefeuert.
Der israelische TV-Sender N12 berichtet, ein israelisches Passagierflugzeug sei während des Angriffs im Landeanflug auf den Tel Aviver Flughafen gewesen. Die Maschine habe die Landung vorerst abgebrochen. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.
Der israelische TV-Sender N12 berichtet, ein israelisches Passagierflugzeug sei während des Angriffs im Landeanflug auf den Tel Aviver Flughafen gewesen. Die Maschine habe die Landung vorerst abgebrochen. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.
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Thomas Krause
In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi wurden sechs Menschen durch herabfallende Trümmerteile einer abgefangenen Drohne in einem Industriegebiet verletzt, teilt das emiratische Pressebüro mit. Bei dem Vorfall in dem Industriegebiet wurden demnach sechs ausländische Arbeiter aus Pakistan und Nepal "leicht bis mittelschwer" verletzt.
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Thomas Krause
Das iranische Militär dementiert staatlichen Medien zufolge, Aserbaidschan mit Drohnen angegriffen zu haben. Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium erklärt, es untersuche die Art der bei dem Angriff eingesetzten Drohnen. Das Land bereite "die notwendigen Gegenmaßnahmen vor, um die territoriale Integrität und Souveränität des Landes zu schützen und die Sicherheit der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur zu gewährleisten." Aserbaidschan hatte zuvor mitgeteilt, dass zwei Drohnen über die Grenze geflogen waren. Vier Menschen seien in Nachitschewan verletzt worden.
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Thomas Krause
Trotz eines Zwischenfalls mit einer iranischen Rakete in Richtung Nato-Mitglied Türkei steht Artikel Fünf Nato-Generalsekretär Mark Rutte zufolge nicht zur Debatte. „Niemand spricht über Artikel Fünf“, sagt Rutte im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. In Artikel Fünf geht es um den Bündnisfall, der festlegt, dass ein Angriff auf ein Mitglied des Militärbündnisses als Angriff auf alle gewertet wird. Die Lage im Nahen Osten beobachte die Nato aufmerksam. Die Nato unterstütze die USA bei ihren Angriffen gemeinsam mit Israel gegen den Iran, da das Land kurz davor sei, auch für Europa zur Bedrohung zu werden.
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Thomas Krause
Vor der Beisetzung des getöteten Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei soll es in der iranischen Führung erhebliche Sicherheitsbedenken geben. Laut Medienberichten müsste bei den Trauerzeremonien die gesamte politische und militärische Elite erscheinen – darunter auch Modschtaba Chamenei, der als möglicher Nachfolger seines Vaters gilt.
Ein iranischer Journalist beschreibt das Risiko eines Luftangriffs drastisch: „Einerseits ist die Beisetzung mit der Teilnahme aller Verantwortlichen sowie der Medien und Millionen von Revolutionsanhängern ein Muss, andererseits wären die binnen Sekunden dann auch alle tot.“
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Thomas Krause
Nach dem tödlichen Angriff auf eine iranische Fregatte im Indischen Ozean befindet sich nach Angaben der Regierung Sri Lankas ein weiteres Schiff der iranischen Marine nahe der Insel. Das Kriegsschiff liege noch in der sogenannten Exklusiven Wirtschaftszone (EEZ) Sri Lankas, also außerhalb der territorialen Gewässer, sagt Kabinettsprecher Nalinda Jayatissa im Parlament. Die Regierung prüfe, wie sie auf die Situation reagieren solle, und bemühe sich um eine Lösung, um die regionale Sicherheit zu wahren. An Bord sollen rund 100 Menschen sein.
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Thomas Krause
Angesichts der Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine zeigt sich die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas "besorgt" wegen der zur Verfügung stehenden Verteidigungssysteme. Sie befürchte, "dass die Fähigkeiten begrenzt sind und sich dies auch auf verschiedene Kriege auswirken wird", sagt Kallas vor einem virtuellen Treffen der Außenminister von EU und Golfstaaten. "Alle brauchen Luftabwehr", verdeutlicht sie mit Verweis auf die Ukraine und die Länder im Nahen Osten.
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Thomas Krause
Bundesaußenminister Johann Wadephul äußert sich zurückhaltend zu einer möglichen kurdischen Beteiligung an einem Sturz der Führung in Teheran. Deutschland beteilige sich „nicht an konkreten Maßnahmen des Regime-Changes in irgendeinem Land und auch nicht im Iran“, sagt Wadephul in Berlin. „Wir halten Kontakte zu einigen oppositionellen Gruppen. Das ist richtig, das ist notwendig“, fügt er hinzu. „Wir sind an der Seite der Menschen im Iran, dazu gehören insbesondere die Kurdinnen und Kurden, die ja unter diesem ruchlosen Regime in besonderer Art und Weise leiden.“
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DPA · AFP · Reuters
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