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Nordkorea Industriepark Kaesong vorerst wiedereröffnet


Nach Monaten der politischen Abkühlung scheinen sich Nord- und Südkorea auch wirtschaftlich wieder anzunähern. Die Sonderwirtschaftszone Kaesong wurde für einen Probebetrieb wiedereröffnet.

Der Industriepark Kaesong in Nordkorea ist nach rund fünf Monaten wiedereröffnet worden. 821 Südkoreaner sollen im Laufe des Tages die Grenze überqueren. Mehr als die Hälfte der in Nordkorea produzierenden südkoreanischen Unternehmen hätten ihre nordkoreanischen Arbeiter in die Fabriken beordert, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Zunächst ist ein Testbetrieb geplant. Wann der Regelbetrieb wieder beginnt, hänge von den Unternehmen selbst ab, erklärte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul.

Parallel zur Wiedereröffnung begannen in Kaesong erneut Verhandlungen des gemeinsamen Verwaltungskomitees. Das Komitee setzt sich gleichberechtigt aus Vertretern Nord- und Südkoreas zusammen. Details zur Sicherheit südkoreanischen Personals, der Kommunikationsinfrastruktur und der Zollabfertigung seien nach wie vor ungeklärt, meldeten südkoreanische Medien.

Der Industriepark Kaesong ist eine Sonderwirtschaftszone, in der südkoreanishce Firmen Waren von nordkoreanischen Arbeitern fertigen lassen dürfen. Zukünftig soll dies auch für internationale Investoren interessant werden. Dafür müssen allerdings erst die Voraussetzungen geschaffen werden. Bisher unterliegen Produkte aus Kaesong in vielen Ländern Importrestriktionen für nordkoreanische Waren.

ono/DPA DPA

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