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Nach Einigung mit Nordkorea über Industriepark: Südkorea fordert Familienzusammenführungen

Nord- und Südkorea nähern sich an: Nach der Vereinbarung über die Wiedereröffnung des gemeinsamen Industrieparks Kaesong drängt Südkorea nun auf die Zusammenführung getrennter koreanischer Familien.

Nach der Einigung mit Nordkorea über eine Wiedereröffnung des gemeinsamen Industrieparks Kaesong will Südkorea auch die Zusammenführung von getrennten koreanischen Familien wieder aufnehmen. Sie hoffe, dass der Norden "sein Herz öffnet", um dies zu ermöglichen, sagte die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye am Donnerstag in einer Rede. Als Datum schlug sie den traditionellen Ernte-Feiertag Chuseok am 19. September vor.

Zuletzt hatte es koreanische Familienzusammenführungen im Jahr 2010 gegeben. Unter Aufsicht des Roten Kreuzes trafen sich Verwandte, die seit dem Koreakrieg in den 50er-Jahren auf verschiedenen Seiten der innerkoreanischen Grenze lebten. Der Krieg hatte Millionen von Menschen von ihren Familien getrennt.

Kaesong soll nicht Opfer politischer Spannungen werden

Park sprach am Donnerstag zum Jahrestag der Befreiung Koreas von der japanischen Herrschaft 1945. Sie äußerte sich einen Tag nach der Einigung Nord- und Südkoreas über die Wiedereröffnung von Kaesong. Beide Länder hatten am Mittwoch ein Fünf-Punkte-Abkommen zu der Sonderwirtschaftszone auf nordkoreanischem Gebiet beschlossen. Sie verpflichten sich darin, schnellstmöglich für die Rückkehr zum normalen Betrieb zu sorgen und Kaesong nicht noch einmal zum Opfer politischer Spannungen werden zu lassen. Ein Datum für die Wiedereröffnung gibt es bislang aber nicht.

Die USA begrüßten die Einigung. Auch Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon reagierte erfreut. Der Beschluss zu Kaesong sei eine "positive Entwicklung", hieß es in einer Uno-Mitteilung. Ban hoffe, dass der Betrieb "sich so schnell wie möglich normalisieren wird".

ds/AFP / AFP