Der Irankrieg treibt Inflationsrate in Deutschland nach oben. Die USA prüfen wohl, wie der Iran auf eine Siegeserklärung von Trump reagieren könnte. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Felix Haas
Donald Trump attackiert weiter europäische Nato-Verbündete: Vor dem Hintergrund des Streits um das Vorgehen der USA im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump nach Deutschland auch Spanien und Italien mit einem Abzug von US-Truppen gedroht. "Das werde ich wahrscheinlich tun, warum sollte ich es auch nicht tun?", sagte Trump am Donnerstag im Oval Office auf eine Journalistenfrage nach einem möglichen Truppenabzug aus den beiden Ländern. "Italien war uns überhaupt keine Hilfe, und Spanien war schrecklich, absolut schrecklich", fügte er hinzu.
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Thomas Krause
In Teheran ist iranischen Medien zufolge am Abend die Luftabwehr aktiviert worden. In einigen Teilen der iranischen Hauptstadt seien „Geräusche von aktivierten Luftabwehrsystemen“ zu hören gewesen. Es sei aber „noch unklar, ob diese Geräusche mit einem Verteidigungstest zusammenhängen oder der Abwehr möglicher 'Aufklärungsdrohnen' am Himmel über Teheran dienen“, berichten die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars.
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Thomas Krause
US-Präsident Donald Trump äußert sich erneut abfällig über Bundeskanzler Friedrich Merz. Merz mache einen schrecklichen Job („terrible job“), sagt Trump. Trump sagt zudem „möglicherweise“ auf die Frage, ob er erwäge, US-Soldaten aus Italien und Spanien abzuziehen. Zuvor hatte er geschrieben, die USA prüften einen Abzug von Soldaten aus Deutschland.
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Thomas Krause
Hegseth: Irankrieg braucht Zustimmung des Kongresses erst in Wochen
Die US-Regierung darf nach Ansicht von Verteidigungsminister Pete Hegseth den Krieg gegen den Iran noch Wochen ohne Zustimmung des Kongresses fortsetzen. „Wir befinden uns derzeit in einer Waffenruhe, was nach unserem Verständnis bedeutet, dass die 60-Tage-Frist (...) pausiert oder stoppt“, sagte er vor einem Ausschuss des Senats.
Der demokratische Senator Tim Kaine hatte Hegseth damit konfrontiert, dass in den kommenden Tagen eine Frist abläuft, in der ein Präsident ohne Einwilligung des Parlaments Krieg führen darf. Auf die Frage, ob Donald Trump um eine Verlängerung von 30 Tagen bitten werde, ging Hegseth nicht ein.
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Thomas Krause
Die iranische Führung legt im Konflikt mit den USA rhetorisch nach. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf schreibt auf X, Irans Kontrolle über die Straße von Hormus ermögliche nicht nur dem Iran, sondern auch Nachbarländern eine „unabhängige Zukunft frei von der Präsenz und Einmischung der USA“.
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Thomas Krause
Inmitten festgefahrener Gespräche zwischen Washington und Teheran versucht die US-Regierung unter Präsident Donald Trump Kreisen zufolge einen neuen Ansatz. Ein neues Koordinierungsgremium solle die „Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und unseren Verbündeten in der Straße von Hormus erleichtern“, teilt ein ranghoher Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur mit.
Konkret soll das „Maritime Freedom Construct“ den Informationsaustausch unter den noch nicht genannten Alliierten ermöglichen und „diplomatische sowie wirtschaftliche Maßnahmen abzustimmen“, um den Iran im Falle einer weiteren Blockade der Meerenge zu sanktionieren. Welche Länder genau teilnehmen sollen und ob etwa Deutschland angefragt wurde, war zunächst unklar. Das US-Militär solle unterdessen die Seeblockade von Schiffen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, aufrechterhalten.
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Thomas Krause
US-Präsident Donald Trump legt nach einer jüngsten Attacke gegen Bundeskanzler Friedrich Merz nach: „Der deutsche Bundeskanzler sollte mehr Zeit darauf verwenden, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden“, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er wirft Merz vor, im Ukraine-Krieg bislang „völlig wirkungslos“ gewesen zu sein. Zudem müsse er Deutschland wieder in den Griff bekommen, anstatt sich in andere Angelegenheiten einzumischen.
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Phil Göbel
Iran: Amerikaner gehören auf den Grund des Meeres
Die Führung des Irans hat angekündigt, seine Atom- und Raketenkapazitäten zu schützen und zugleich den USA gedroht. „Neunzig Millionen iranische Bürger im In- und Ausland betrachten alle Atom- und Raketenfähigkeiten als nationales Gut und werden sie wie ihre See-, Land- und Luftgrenzen verteidigen“, hieß es in einer Rede des obersten Führers Modschtaba Chamenei, die im staatlichen Fernsehen verlesen wurde.
Zugleich wurden erneute Drohungen gegen die Präsenz der US-Streitkräfte in der Region ausgesprochen. Zwei Monate nach dem „größten Militärangriff und der Aggression der Weltbullys“ in der Region sowie „nach dem beschämenden Scheitern Amerikas mit seinem Plan“ werde ein neues Kapitel für den Persischen Golf und die Straße von Hormus geschrieben, sagte Chamenei demnach weiter.
„Außenstehende, die aus Tausenden Kilometern Entfernung kommen und dort Unruhe stiften, haben keinen Platz unter uns – außer auf dem Grund seiner Gewässer.“
„Außenstehende, die aus Tausenden Kilometern Entfernung kommen und dort Unruhe stiften, haben keinen Platz unter uns – außer auf dem Grund seiner Gewässer.“
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Mirjam Bittner

Die Angst vor einer sich erneut zuspitzenden Situation im Nahen Osten drückt den Dax. Der deutsche Leitindex verliert ein Prozent auf 23.715 Punkte. „Hauptbelastungsfaktor bleibt der kräftig gestiegene Ölpreis“, sagt Timo Emden von Emden Research der Nachrichtenagentur Reuters.
Spekulationen auf ein Ende der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran haben den Preis für das Nordseeöl Brent um bis zu 7,1 Prozent auf 126,41 Dollar je Fass getrieben. Das ist der höchste Stand seit vier Jahren.
Spekulationen auf ein Ende der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran haben den Preis für das Nordseeöl Brent um bis zu 7,1 Prozent auf 126,41 Dollar je Fass getrieben. Das ist der höchste Stand seit vier Jahren.
Einem Bericht des Nachrichtenportals „Axios“ zufolge soll US-Präsident Donald Trump im Laufe des Tages von seinem Militär über neue Pläne für eine Reihe von Militärschlägen gegen den Iran unterrichtet werden, um den Verhandlungsdruck auf Teheran zu erhöhen. Das verstärkt die Sorgen vor weiteren Lieferengpässen angesichts der bereits eingeschränkten Exporte im Nahen Osten.
Zum Hintergrund: Der Iran blockiert den Großteil der internationalen Schifffahrt in der Straße von Hormus, einem der wichtigsten Nadelöhre für die weltweite Energieversorgung. Die USA hatten in diesem Monat ihrerseits damit begonnen, iranische Schiffe an der Weiterfahrt zu hindern.
Zum Hintergrund: Der Iran blockiert den Großteil der internationalen Schifffahrt in der Straße von Hormus, einem der wichtigsten Nadelöhre für die weltweite Energieversorgung. Die USA hatten in diesem Monat ihrerseits damit begonnen, iranische Schiffe an der Weiterfahrt zu hindern.
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Phil Göbel
Die deutschen Importpreise sind nach Beginn des Irankriegs so stark gestiegen wie seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine vor vier Jahren nicht mehr. Sie legten im März um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Einen stärkeren Anstieg gab es im März 2022 mit 5,4 Prozent. Auch diesmal steckt ein sprunghafter Anstieg der Energiepreise dahinter: Diese legten um 33,6 Prozent zum Vormonat zu. Das war der stärkste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe 1995.
Verglichen mit dem Vorjahresmonat zogen die Preise um 2,3 Prozent an, nachdem sie im Januar und Februar noch um jeweils 2,3 Prozent gefallen waren. Das war der kräftigste Anstieg seit Februar 2025.
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Mirjam Bittner

Angesichts der Seeblockade der USA droht der Kommandeur der iranischen Marine den US-Truppen in der Region. Der Iran habe die Straße von Hormus geschlossen, zitiert der regierungstreue iranische Fernsehsender Press TV den Marine-Chef Scharam Irani. „Sollten sie sich weiter nähern, werden wir unverzüglich operative Maßnahmen ergreifen“, sagt er über die US-Marine, die Schiffe derzeit daran hindert, iranische Häfen anzusteuern oder aus ihnen auszulaufen.
Das iranische Militär werde den Feind bald mit einer Waffe angreifen, „vor der er große Angst hat“, kündigt Irani an. Um welche Art von Waffe es sich dabei handeln soll, sagte er nicht. Derzeit gilt zwischen dem Iran und den USA eine Waffenruhe.
Bislang haben die Vereinigten Staaten mit ihrer Blockade nach eigenen Angaben 42 Schiffe gestoppt. Dadurch seien dem Iran schätzungsweise mehr als sechs Milliarden US-Dollar an Einnahmen aus dem Ölexport entgangen, sagte der Kommandeur des zuständigen US-Regionalkommandos (Centcom), Admiral Brad Cooper.
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Phil Göbel
USA prüfen Abbau ihrer Soldaten in Deutschland
Die USA prüfen nach Aussage von Donald Trump eine mögliche Reduzierung ihrer Truppen in Deutschland. Eine Entscheidung solle in Kürze getroffen werden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Die Ankündigung folgt auf Trumps deutliche Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz, weil dieser sich kritisch über die US-Offensive gegen den Iran geäußert hatte. „Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!“, hatte Trump am Dienstag auf Truth Social mit Blick auf den CDU-Vorsitzenden geschrieben.
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Thomas Krause
US-Präsident Donald Trump erklärt, dass die Verhandlungen mit dem Iran derzeit telefonisch geführt werden. Man verzichte auf zeitaufwendige persönliche Treffen, auch wenn er diese bevorzuge, sagt Trump im Weißen Haus. Es sei „lächerlich“ 18 Stunden zu fliegen, um am Ende absehbar unbefriedigende Ergebnisse zu erhalten.
Zwar habe es Fortschritte gegeben, ein Durchbruch sei aber noch nicht erreicht, sagt er. Eine Einigung werde es nur geben, wenn Teheran vollständig auf Atomwaffen verzichte. Auf die Frage, ob dafür aus seiner Sicht zusätzlicher militärischer Druck nötig werden könnte, zeigt sich Trump unentschieden. „Ich weiß es nicht“, sagt er. Das hänge davon ab, wie weit der Iran in den Gesprächen gehe.
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Thomas Krause
Außenminister Johann Wadephul hat während des Besuches in Marokko mit seinem US-Kollegen Marco Rubio telefoniert. Beide seien sich einig gewesen, dass es eine schnelle Verhandlungslösung zur Beendigung des Iran-Kriegs brauche, heißt es im Anschluss aus Delegationskreisen des deutschen Außenministers. Derzeit sähen beide Minister eine Chance auf Bewegung, um eine bedingungslose Öffnung der Straße von Hormus zu erreichen.
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Mirjam Bittner

Kreml: Trump und Putin sprechen in Telefonat über Iran-Krieg
US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin haben nach Angaben des Kreml in einem Telefonat über den Irankrieg beraten. Die beiden Staatschefs hätten sich bei ihrem Gespräch vor allem auf den Krieg am Golf konzentriert, so Kreml-Berater Juri Uschakow vor Journalisten. Sie hätten „der Lage im Iran und am Persischen Golf besondere Aufmerksamkeit“ gewidmet.
Der Kremlchef halte Trumps Entscheidung „für richtig“, die Waffenruhe mit dem Iran zu verlängern. Dies gebe den Verhandlungen „eine Chance und dürfte insgesamt zur Stabilisierung der Lage beitragen“, sagt Uschakow.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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