Corona in Nordkorea Hochmut ist tödlicher als das Virus

Nordkorea bestätigte zum ersten Mal Coronafälle im eigenen Land. Machthaber Kim Jong-Un (Mitte) hier bei Beratungen mit Parteifreunden zu den Erkenntnissen. Er trägt als einziger keine Maske.
Nordkorea bestätigte zum ersten Mal Coronafälle im eigenen Land. Machthaber Kim Jong-Un (Mitte) hier bei Beratungen mit Parteifreunden zu den Erkenntnissen. Er trägt als einziger keine Maske.
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Kein Corona in Nordkorea, nirgends. So erzählte es das Regime zwei Jahre lang. Jetzt kommt es damit offenbar nicht mehr durch.

Nun also doch. Zumindest offiziell gab es seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Nordkorea  keinen einzigen Fall von Covid-19. Im Juni 2020 hatte es zwar schon einen Verdacht gegeben: einen angeblich ins abgeschottete Reich zurückgekehrten Überläufer, der es im Süden nicht ausgehalten hatte. Sogleich wurde ein Lockdown über die nahe der Grenze gelegene Stadt Kaesŏng mit gut 300 000 Einwohnern verhängt. Und natürlich hatte der "Oberste Führer" persönlich Kim Jong Un die Sitzung des Politbüros der Partei geleitet, in der das beschlossen worden war. Auch jetzt wieder gibt es Fotos von einer Krisensitzung mit Kim. Doch nun hat sich die Lage wohl so dramatisch verändert, dass sogar offiziell ein "ernster nationaler Notstand" zugegeben wird.


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