Präsidentschaftswahlkampf Hillary Clinton strebt ins Weiße Haus


Die New Yorker Senatorin Hillary Clinton macht Ernst mit ihrer Kandidatur als Bewerberin für das Präsidentenamt: Auf ihrer Website verkündete sie die Gründung eines Wahlkampfkomitees mit den Worten "Ich bin dabei".

Die Ehefrau des früheren US-Präsidenten Bill Clinton, Hillary Clinton, nimmt Kurs auf das Weiße Haus. Auf ihrer Webseite kündigte die Senatorin von New York am Samstag die Gründung eines Sondierungskomitees für eine Bewerbung bei den Präsidentschaftswahlen 2008 an. "Ich bin dabei", wurde die Veröffentlichung überschrieben. In einem Web-Video sagte Clinton: "Ich beginne keinen Wahlkampf, ich beginne eine Diskussion." Die Gründung eines Sondierungskomitees gilt als erster Schritt in Richtung einer Bewerbung um die Präsidentschaft.

Beste Chancen

Der 59-Jährigen werden derzeit die besten Chancen eingeräumt, das parteiinterne Rennen der Demokraten um die Kandidatur zu gewinnen. Die ehemalige First Lady verfügt über ein Budget von mehr als 14 Millionen Dollar (10,8 Mio. Euro), eine große Zahl von Unterstützern und ein erfahrenes Beraterteam. An ihrer Seite steht ihr Ehemann Bill, der von 1993 bis 2001 US-Präsident war. Als schärfste Konkurrenten Hillary Clintons gelten US-Senator Barack Obama, der seine Kandidatur vor wenigen Tagen bekannt gegeben hatte, und der frühere Senator John Edwards. Für Sonntag wird die Ankündigung des Gouverneurs von New Mexico, Bill Richardson, erwartet, sich ebenfalls bewerben zu wollen.

Clinton wäre die erste Frau eines Expräsidenten, die sich um das höchste Staatsamt bemüht. Sollte sie zur Kandidatin der Demokraten gekürt werden und die Wahl im November 2008 gewinnen, wäre sie die erste Präsidentin der USA. Sie gilt als Persönlichkeit, die die Wähler polarisiert: Von vielen wird sie bewundert, von anderen verachtet - gleichgültig stehen ihr die wenigsten Amerikaner gegenüber. Kritiker werfen ihr fehlendes Charisma und berechnendes Verhalten vor, ihre Anhänger verweisen auf ihre politische Erfahrung, ihr Arbeitsethos und ihre große Popularität unter Frauen und Jugendlichen.

In den USA wird im kommenden Jahr ein neuer Präsident gewählt. Der derzeitige Regierungschef George W. Bush darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Daher müssen auch die Republikaner einen neuen Kandidaten finden.

DPA/AP/Reuters AP DPA Reuters

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