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Radio-Wettbewerb: Junge Frau trank zuviel Wasser und starb

Eine junge Frau in den USA wollte bei dem Wettbewerb eines Radio-Senders gewinnen. Sie sollte möglichst viel Wasser trinken. Am Ende war sie tot.

Die US-Polizei untersucht den Tod einer jungen Frau, die kurz nach der Teilnahme an dem Wasser-Trinkwettbewerb eines kalifornischen Radiosenders starb. Bei dem Wettbewerb ging es darum, möglichst viel Wasser zu sich zu nehmen, ohne auf die Toilette zu gehen. Die Polizei teilte mit, sie habe durch Mitschnitte der Radio-Sendung neue Hinweise erhalten und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Abschluss der Untersuchungen werde die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob Anklage erhoben wird.

Zu dem Wetttrinken waren 20 Personen angetreten. Als Hauptpreis lockte eine Spielekonsole. Die 28-jährige Jennifer Strange trank 6,5 Liter und landete auf dem zweiten Platz. Wie auf Mitschnitten der Show im Internet zu hören war, neckten mehrere der Moderatoren sie wegen ihres aufgequollenen Magens und machten Witze über tödliche Fälle von Wasservergiftungen. Ein Anrufer warnte vor den möglicherweise fatalen Folgen der übermäßigen Wasserzufuhr. Die Mutter von drei Kindern klagte bereits während der Sendung über Unwohlsein. "Mein Kopf tut weh", sagte sie. "Mein Magen fühlt sich wirklich sehr, sehr voll an." Nach dem Wettbewerb meldete sie sich bei ihrem Arbeitgeber krank. Rund fünf Stunden später wurde ihre Leiche gefunden. Der Radio-Sender feuerte nach dem Todesfall zehn Angestellte, darunter auch Moderatoren.

Wasservergiftungen können zu unregelmäßigem Herzschlag, Wasser in den Lungen und Gehirnschwellungen führen. Die Behörden in Sacramento erklärten, die Todesursache stehe noch nicht eindeutig fest. Die Symptome passten jedoch zu einer Wasservergiftung.

Auch die Gewinnerin des Wetttrinkens fühlte sich eigenen Angaben zufolge danach schlecht. "Ich hab es kaum mehr nach Hause geschafft", sagte Lucy Dividson dem Sender CNN. "Ich musste brechen und konnte nur noch über den Boden krabbeln. Ich brauchte fast einen ganzen Tag, um mich zu erholen."

Reuters / Reuters
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