Regionalwahlen in Frankreich Sozialisten bestimmen über die Regionen


44,3 Millionen wahlberechtigte Franzosen sind seit Sonntagmorgen aufgerufen, ihre Vertreter in den 26 Regionen Frankreichs zu bestimmen.

In Frankreich hat die erste Runde der Regionalwahlen begonnen, die als Stimmungstest für Präsident Nicolas Sarkozy gelten. 44,3 Millionen Wahlberechtigte sind seit Sonntagmorgen aufgerufen, ihre Vertreter in den 26 Regionen Frankreichs zu bestimmen. Die zweite Runde findet am kommenden Sonntag statt. An ihr können alle Parteien teilnehmen, die im ersten Durchgang mehr als zehn Prozent der Stimmen erhalten.

Im europäischen Teil Frankreichs werden 20 von 22 Regionen seit der letzten Wahl von 2004 von den oppositionellen Sozialisten beziehungsweise Linksbündnissen regiert. Nach Umfragen könnte Sarkozys konservative Regierungspartei UMP nun auch noch Korsika und das Elsass als letzte Gebiete an Koalitionen mit Linksparteien verlieren. In Frankreichs Überseegebieten gibt es vier Regionen, die sich entweder in den Händen von Linksbündnissen oder von örtlichen Parteien befinden.

Der 2007 gewählte Präsident Sarkozy hat im Vorfeld der Wahl ausgeschlossen, bei einem schlechten Abschneiden seiner Partei die Regierung umzubilden. Ein klarer Sieg der Linken würde aber Sozialistenchefin Martine Aubry stärken, die lange in einem Machtkampf mit der ehemaligen sozialistischen Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal gestanden hatte.

Die französischen Regionen nehmen neben Départements, Kommunen und der Zentralregierung staatliche Aufgaben wahr. Sie sind unter anderem für Verkehrsprojekte, einen Teil der Schulen und Wirtschaftsförderung zuständig. Ihr Jahresbudget liegt bei rund 27 Milliarden Euro.

AFP AFP

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