Sipri-Studie USA treiben Rüstungskosten hoch


900 Milliarden Euro wurden im vergangenen Jahr weltweit für Rüstung ausgegeben - ein Rekord. Das meldet das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri. Zentrale Ursache sei der von den USA ausgerufene "Krieg gegen den Terror".

Der von den USA ausgerufene "Krieg gegen den Terror" hat die weltweiten Rüstungsausgaben auf neue Rekordhöhen getrieben. Wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag mitteilte, wurden im letzten Jahr umgerechnet 900 Milliarden Euro und damit pro Kopf der Weltbevölkerung 137 Euro für militärische Zwecke ausgegeben. Das waren 3,5 Prozent mehr als 2005. In den letzten zehn Jahren sind die Rüstungsausgaben weltweit um 37 Prozent gestiegen.

Die USA gaben im letzten Jahr umgerechnet 396,2 Milliarden Euro für militärische Zwecke aus und standen damit allein für 42 Prozent der weltweiten Rüstungsausgaben. Bei der Steigerung gegenüber 2005 betrug der US-Anteil sogar 62 Prozent. China überholte mit 37,1 Milliarden Euro erstmals Japan als das Land mit dem höchsten Militäretat Asiens.

Beim internationalen Waffenhandel ermittelte Sipri in seinem neuen Jahrbuch über Rüstung und Abrüstung einen Anstieg um 50 Prozent seit 2002. Die beiden mit Abstand größten Exporteure waren dabei erneut die USA und Russland. Die wichtigsten Abnehmer von Waffen waren 2006 China und Indien.

DPA DPA

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