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Studentenproteste: Schwere Krawalle in Frankreich

In Frankreich sind bei landesweiten Protesten erneut mehrere Zehntausend Menschen gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform auf die Straße gegangen. Dabei wurden 60 Personen verletzt. Jetzt will Villepin verhandeln.

Bei den anhaltenden Protesten gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform in Frankreich sind in der Nacht laut Polizei mindestens 60 Menschen verletzt worden. Dabei handele es sich um 27 Polizisten und 33 Demonstranten, hieß es. Die Jugendlichen hätten Polizisten mit Betonteilen beworfen, woraufhin die Polizei Tränengas eingesetzt habe.

Landesweite Protestwelle

Auch in anderen französischen Städten kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen. Landesweit wurden laut Polizei 420 Demonstranten festgenommen. In Grenoble wurde ein Beamter verletzt. In Marseille kam es nach einem Protestzug von 5.000 bis 10.000 Studenten zu Zusammenstößen zwischen Polizisten und rund 100 Jugendlichen. Unter dem Druck der Proteste erklärte sich Premierminister Dominique de Villepin gestern erstmals zu Verhandlungen über die Reform bereit. Fünf Gewerkschaften stimmten Gesprächen mit dem Regierungschef zu, wollten dabei aber an ihrer Forderung nach einer Rücknahme des Gesetzes zum Erstanstellungsvertrag (CPE) festhalten.

AP / AP
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