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In Charkiw getötet "Er weigerte sich hartnäckig, zu gehen": Sohn trauert und beerdigt KZ-Überlebenden Boris Romantschenko

Sehen Sie im Video: Sohn beerdigt in Charkiw getöteten Holocaust-Überlebenden Boris Romantschenko.




Der KZ-Überlebende Boris Romantschenko auf seinem letzten Weg. Der 96-jährige Holocaust-Überlebende war kürzlich durch den Beschuss seiner Wohnung in der ostukrainischen Stadt Charkiw ums Leben gekommen. Seit rund einem Monat hält der russische Angriffskrieg auf die Ukraine nun bereits an. Eine kleine Gruppe von Verwandten, darunter Romantschenkos Sohn Ihor und seine Enkelin Yulia, nahm an der Beerdigungszeremonie auf dem Friedhof der Stadt teil. Der Sohn Ihor zeigte sich voller Trauer: "Er war nicht in der Lage, Charkiw zu verlassen. Und er weigerte sich hartnäckig, zu gehen. Wir luden ihn ständig ein, kamen immer wieder, nachdem der Beschuss begonnen hatte. Brachten ihm Essen. Er weigerte sich kategorisch zu gehen. Und er war auch nicht in der Lage dazu. Er konnte kaum noch laufen." Boris Romantschenko überlebte während des Zweiten Weltkriegs die Konzentrationslager Buchenwald, Peenemünde, Dora und Bergen-Belsen. Was er nicht überlebte, war der Beschuss des mehrstöckigen Wohngebäudes, das er sein zu Hause nannte.
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Boris Romantschenko, ein 96-jähriger Holocaust-Überlebender, ist im Ukraine-Krieg durch einen Beschuss in Charkiw getötet worden. Nun hat sein Sohn ihn beerdigt – und berichtet von ihren letzten Begegnungen.

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