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Vertrauensabstimmung im italienischen Parlament Berlusconi darf aufatmen


In Italien wird es vorerst keine Neuwahlen geben: Trotz der Spaltung seiner Regierungskoalition gewann Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Mittwochabend die Vertrauensabstimmung im Parlament.

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat eine am Mittwochabend angesetzte Vertrauensabstimmung in der Abgeordnetenkammer mit großer Mehrheit gewonnen. Für die Regierung stimmten 342 Abgeordnete, 275 votierten dagegen, drei enthielten sich. Berlusconi hatte das Schicksal der Regierungskoalition mit dem Ausgang der Abstimmung verbunden.

Die neu gegründete Fraktion Zukunft und Freiheit für Italien (FLI) von Parlamentspräsident Gianfranco Fini hatte vorab bereits signalisiert, Berlusconi ihre Unterstützung aussprechen zu wollen. Fini war nach wiederholter Kritik an Berlusconi Ende Juli aus der Regierungspartei Volk und Freiheit (PDL) gedrängt worden, die beide Politiker zusammen gegründet hatten. Mit Fini verließen auch dessen Anhänger die PDL-Fraktion, damit verlor der Milliardär und Medienunternehmer Berlusconi seine sichere Mehrheit im Parlament.

Der Ministerpräsident hatte vor der Abstimmung in der römischen Kammer eine sehr versöhnliche Regierungserklärung abgegeben. Berlusconi wurde am Mittwoch 74 Jahre alt.

APN/AFP

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