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Medienbericht: Union einigt sich auf Modell zur "Flexi-Rente"

CDU und CSU setzen bei der "Flexi-Rente" auf freiwillige Beiträge. Beschäftigte, die im Rentenalter arbeiten, sollen weiter in die Rentenkasse einzahlen können, um so ihren Rentenanspruch zu erhöhen.

Wer nach Eintritt ins Rentenalter weiterarbeitet, soll künftig auch weiter in die Rentenkasse einzahlen können - und so seine Rente erhöhen. Darauf sollen sich CDU/CSU geeinigt haben.

Wer nach Eintritt ins Rentenalter weiterarbeitet, soll künftig auch weiter in die Rentenkasse einzahlen können - und so seine Rente erhöhen. Darauf sollen sich CDU/CSU geeinigt haben.

Die CDU/CSU hat sich einem Pressebericht zufolge auf ein Modell für die sogenannte "Flexi-Rente" geeinigt. Wie die "Saarbrücker Zeitung" am Mittwoch berichtete, sollen nach dem Willen der Union anders als bisher auch Beschäftigte, die über das Renteneintrittsalter hinaus weiterarbeiten, freiwillig Beiträge in die Rentenkasse einzahlen und damit ihren Rentenanspruch erhöhen können. Bisher zahlen nur die Arbeitgeber weiter in die Kasse ein. Die Rentenansprüche der Arbeitnehmer erhöhen sich dadurch allerdings nicht zusätzlich.

Dem Bericht zufolge würde sich den Plänen zufolge die monatliche Rente für Durchschnittsverdiener im Westen bei einem weiteren vollen Arbeitsjahr um knapp 29 Euro und im Osten um rund 26 Euro erhöhen. Zugleich soll den Arbeitgebern der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung für derartige Arbeitnehmer erlassen werden, um Anreize für die Weiterbeschäftigung von Älteren zu setzen.

"Wir müssen den Vorschlag finanziell prüfen"

Die SPD reagierte dem Bericht zufolge verhalten auf das Modell der Union. Dadurch werde der Rentenkasse Geld entzogen, sagte deren Arbeitsmarkt- und Sozialexpertin, Katja Mast. "Deshalb müssen wir den Vorschlag noch finanziell prüfen." Auch zu der Idee, Arbeitgeber bei der Arbeitslosenversicherung finanziell zu entlasten, äußerte sich die SPD-Politikerin skeptisch.

Innerhalb der Großen Koalition wird seit Monaten über Pläne beraten, Beschäftigten das Arbeiten über das reguläre Renteneintrittsalter hinaus zu erleichtern. Dabei handelt es sich um eine Forderung der Union im Gegenzug für die von der SPD vorangetriebene und bereits beschlossene abschlagsfreie Rente mit 63 für langjährig Versicherte. Eine eigene Arbeitsgruppe der Koalition befasst sich mit dem komplexen Thema, das unter anderem auch Fragen des Tarif- und Arbeitsrechts berührt.

kup/AFP / AFP
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