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Berlin-Kreuzberg Polizei räumt von Flüchtlingen besetzte Schule


Seit zwei Jahren leben sie in einer Berliner Schule. Jetzt hat die Behörde mit der Räumung begonnen. Polizisten versuchen die 200 Flüchtlinge zum freiwilligen Umzug zu bewegen.

Die von Flüchtlingen besetzte Schule in Berlin-Kreuzberg wird geräumt. Das Bezirksamt und die Polizei versuchten, die Bewohner am Dienstagvormittag zunächst zum freiwilligen Umzug in zwei andere Unterkünfte zu bewegen, sagte ein Bezirkssprecher.

Die Schule steht bundesweit im Blickpunkt, weil sie seit anderthalb Jahren von zahlreichen Flüchtlingen besetzt ist.

Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot vor dem früheren Schulgebäude vertreten. Sie leiste dem Bezirk Amtshilfe, sagte eine Sprecherin. Die Polizei twitterte gleichzeitig, der Senat habe den Bewohnern neue Unterkunftsplätze zur Verfügung gestellt. Sie liegen in den Stadtteilen Spandau und Charlottenburg.

Menschenunwürdige Bedingungen

In dem Schulgebäude leben seit Dezember 2012 rund 200 Flüchtlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen. Es gibt nur wenige Toiletten und lediglich eine Dusche. Zuletzt wohnten dort auch Roma-Familien, Obdachlose und Drogendealer. Unter den Bewohnern kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die Polizei musste schon zu mehr als 100 Einsätzen ausrücken. Ende April wurde ein 29-jähriger Marokkaner von einem Mitbewohner erstochen.

stb/DPA DPA

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