Ali Laridschani richtet als Irans Sicherheitschef deutliche Worte an die USA und Präsident Donald Trump. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Liveblog.
Wichtige Updates
Lennard Worobic
Hier die aktuell wichtigsten Meldungen:
- Der Iran greift Israel und die Golfstaaten erneut mit Raketen und Drohnen an.
- Erste Botschaft von Irans neuem Obersten Führer Modschtaba Chamenei verlesen
- Zum ersten Mal seit Kriegsbeginn ist Sprit im Tagesvergleich wieder billiger geworden.
- Mehr als 11 Milliarden Dollar kosteten die USA allein die ersten sechs Tage des Krieges. Die US-Demokraten kritisierten bereits die Kosten.
- Israel verlegt Truppen vom Gazastreifen an die Grenze zum Libanon – die Angst vor einer Bodenoffensive wächst.
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Thomas Krause
US-Finanzminister Scott Bessent bringt einen Geleitschutz für Schiffe durch die Straße von Hormus unter Beteiligung von Verbündeten ins Spiel. „Ich glaube, dass die US-Marine – vielleicht gemeinsam mit einer internationalen Koalition – Schiffe eskortieren wird, sobald es militärisch möglich ist“, sagt Bessent dem Sender Sky News. Voraussetzung sei, dass der Luftraum vollständig kontrolliert werde und der Iran nicht mehr in der Lage sei, sein Raketenarsenal wieder aufzubauen.
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Thomas Krause
Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor Angriffen auf den Energiesektor und die Häfen des Landes. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, der Iran werde im Fall des geringsten Angriffes die Öl- und Gasvorkommen der Region, an denen die Vereinigten Staaten und ihre westlichen Verbündeten ein berechtigtes Interesse haben, in Brand setzen und zerstören.
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Thomas Krause
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zufolge ist der Iran nach fast zwei Wochen gemeinsamer US-israelischer Angriffe „nicht mehr derselbe“. Die Revolutionsgarden und Basidsch-Kräfte hätten schwere Schläge erlitten, sagt Netanjahu bei seiner ersten Pressekonferenz seit Kriegsbeginn. Er spreche fast täglich mit US-Präsident Donald Trump. Man wolle den Iran daran hindern, Atom- und Raketenprojekte unter die Erde zu verlegen. Israel könne Bedingungen für einen Regimewechsel schaffen, aber das iranische Volk müsse auf die Straße gehen. Auf die Frage nach Irans neuem geistlichem Oberhaupt Modschtaba Chamenei und Hisbollah-Chef Naim Kassem sagt Netanjahu: „Ich würde keine Lebensversicherung für diese Führer abschließen.“
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Thomas Krause
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche prüft nach eigenen Angaben angesichts der Folgen des Iran-Kriegs staatliche Eingriffe bei der Erdgasversorgung. Man werde wahrscheinlich beim Erdgas etwas nachsteuern, sagte Reiche dem "Handelsblatt" laut Vorabbericht. Ihr Haus prüfe derzeit sehr genau, welches das geeignete Kriseninstrument sei. "Und die Argumente für ein solches Kriseninstrument mehren sich gerade." Zu den Folgen des Konflikts für die deutsche Wirtschaft könne man sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich äußern, sagte Reiche der Zeitung weiter: "Die Lage im Iran ist hochdynamisch."
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Thomas Krause
Ali Laridschani: „Verteidigen uns, bis die USA bereuen“
Der Iran will sich nach den Worten seines Sicherheitschefs Ali Laridschani so lange gegen Angriffe verteidigen, bis die USA ihre „schwere Fehlkalkulation“ bereuten, einen Krieg gegen die Islamische Republik begonnen zu haben. „Einen Krieg zu beginnen ist zwar leicht, aber er lässt sich nicht mit ein paar Tweets gewinnen“, schreibt Laridschani im Onlinedienst X mit Blick auf US-Präsident Donald Trump. Der Iran werde „nicht nachlassen“, bis die USA ihr Vorgehen bereuten.
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Thomas Krause
US-Energieminister Chris Wright hält einen Anstieg des Ölpreises auf 200 Dollar pro Barrel trotz des Krieges für unwahrscheinlich. Er reagiert damit auf Drohungen aus Teheran. Ein Sprecher des dortigen Militärkommandos hatte gewarnt, der Preis könne diese Marke erreichen, sollte die regionale Sicherheit weiter destabilisiert werden. Wright räumt im Gespräch mit dem Sender CNN zwar ein, dass die Lage ernst sei, betont aber, die US-Regierung konzentriere sich auf den Militäreinsatz, um die Sicherheit der Öllieferungen langfristig zu gewährleisten. Der Preisanstieg werde eher Wochen als Monate andauern. Wrights Äußerungen wurden als indirektes Eingeständnis gewertet, dass ein kurzfristiger Preisschock nicht völlig ausgeschlossen werden könne.
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Thomas Krause
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich bei mehreren Golfstaaten für die Hilfe bei der Rückholung deutscher Bürger nach dem Beginn des Iran-Krieges bedankt. In Telefonaten sicherte er den Staatsoberhäuptern der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars, Jordaniens und Bahrains sowie dem Kronprinzen von Kuwait auch deutsche Solidarität angesichts der iranischen Angriffe auf ihre Länder zu, wie seine Sprecherin auf der Plattform X schreibt.
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Thomas Krause
Das iranische Außenministerium äußert sich zur Lage in der Straße von Hormus. Viele Schiffe könnten die Meerenge weiterhin passieren – sofern sie sich mit der iranischen Marine abstimmten, heißt es in einer von der Nachrichtenagentur Mehr verbreiteten Erklärung von Ministeriumssprecher Esmaeil Baghaei. Zu den Bedingungen vor dem Kriegsbeginn am 28. Februar könne es aber nach den gegenwärtigen Ereignissen generell keine Rückkehr geben, fügt er hinzu.
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Thomas Krause
Eine FBI-Warnung vor möglichen iranischen Drohnenangriffen in Kalifornien basiert nach Angaben des Weißen Hauses lediglich auf einem einzigen unverifizierten Hinweis. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, stellt auf X klar: „Es gibt keine solche Bedrohung durch den Iran für unser Heimatland und es gab sie nie.“
Die vertrauliche Warnung war im vergangenen Monat über das Los Angeles Joint Regional Intelligence Center an Sicherheitsbehörden gegangen. Darin hieß es, der Iran plane angeblich für den Fall von US-Angriffen einen Überraschungsangriff mit unbemannten Luftfahrzeugen von einem Schiff aus auf Ziele in Kalifornien. Die Warnung wurde am Mittwoch publik, während der seit dem 28. Februar andauernde Krieg mit US-amerikanischen und israelischen Angriffen gegen den Iran weitergeht. Präsident Donald Trump zeigt sich unbesorgt über mögliche Vergeltungsschläge des Iran auf US-Territorium.
Die vertrauliche Warnung war im vergangenen Monat über das Los Angeles Joint Regional Intelligence Center an Sicherheitsbehörden gegangen. Darin hieß es, der Iran plane angeblich für den Fall von US-Angriffen einen Überraschungsangriff mit unbemannten Luftfahrzeugen von einem Schiff aus auf Ziele in Kalifornien. Die Warnung wurde am Mittwoch publik, während der seit dem 28. Februar andauernde Krieg mit US-amerikanischen und israelischen Angriffen gegen den Iran weitergeht. Präsident Donald Trump zeigt sich unbesorgt über mögliche Vergeltungsschläge des Iran auf US-Territorium.
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Thomas Krause
Bei einem israelischen Angriff auf eine Universität im Libanon sind nach Angaben von Staatsmedien zwei Beschäftigte getötet worden. Der Leiter der naturwissenschaftlichen Fakultät der Libanesischen Universität am Standort im Süden Beiruts sowie ein Professor seien am Donnerstag durch einen Drohnenangriff getötet worden, meldet die libanesische Nachrichtenagentur ANI. Der Campus liegt am Rand der südlichen Vororte Beiruts.
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Lennard Worobic
Auf dem aktuell im Rahmen des Irankriegs eingesetzten größten Flugzeugträger der US-Marine hat es einen Brand gegeben. Das Feuer sei am Donnerstag in Wäschereibereichen des Kriegsschiffes „U.S.S. Gerald R. Ford“ ausgebrochen, teilen Streitkräfte des für die Region zuständigen US-Kommandos (Centcom) auf X mit. Der Brand steht demnach nicht im Zusammenhang mit Kampfhandlungen und ist unter Kontrolle.
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Lennard Worobic
Israels Armee hat die Bewohner eines großen Gebiets im Süden des Libanons zur Flucht aufgerufen. Das Militär richtete auf seinem arabischsprachigen Kanal auf der Plattform X eine dringende Warnung an die Menschen, den Bereich südlich des Sahrani-Flusses – etwa 40 Kilometer von der israelisch-libanesischen Grenze – zu verlassen. Bereits vergangene Woche hatte die Armee zur Evakuierung mehrerer Orte im Südlibanon aufgerufen.
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Lennard Worobic
Die deutlich gestiegenen Ölpreise sind nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump gut für die USA. „Die Vereinigten Staaten sind mit Abstand der größte Ölproduzent der Welt. Wenn also die Ölpreise steigen, verdienen wir viel Geld“, teilt er auf seiner Plattform Truth Social mit. Trump hatte im Wahlkampf damit geworben, die Energiepreise im Land deutlich zu senken. Infolge des Irankriegs waren die Benzinpreise in den USA allerdings auf das höchste Niveau seit Sommer 2024 gestiegen.
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Lennard Worobic
Erste Botschaft von Irans neuem Oberhaupt
Irans neuer Religionsführer und Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei fordert in einer ersten Stellungnahme Rache für die Opfer im Krieg gegen die USA und Israel. Der 56-Jährige betont die Notwendigkeit von Vergeltung, insbesondere für die bei einem Luftangriff getöteten Schülerinnen, wie es in einer Erklärung des Geistlichen heißt, die im Staatsfernsehen verlesen wurde.
„Besonders empfindlich sind wir gegenüber dem Blut unserer Kinder“, heißt es in der Rede. Bei einem Angriff am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. Dafür waren nach Recherchen von US-Medien US-Streitkräfte verantwortlich.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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