Berliner Charité Schwester gesteht weitere Morde


Die inhaftierte Krankenschwester der Berliner Charité hat zwei weitere Morde gestanden - damit hat sie, soweit bekannt, vier Patienten ins Jenseits befördert. Ihre Motive sind nach wie vor unklar.

Eine wegen der Tötung von zwei Patienten seit Oktober inhaftierte Krankenschwester der Berliner Charité hat gestanden, zwei weitere Patienten umgebracht zu haben. Die Motive der Frau seien weiter unklar, teilte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Michael Grunwald weiter mit. Er bestätigte damit einen Bericht der "Berliner Morgenpost". Damit hat sich die Zahl der Opfer auf vier erhöht. Anfang Oktober hatte die 54-Jährige zugegeben, zwei schwer kranke Männer getötet zu haben. Der Fall im größten Universitätsklinikum Europas hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt.

Über die neuen Fälle hieß es, die Kardiologieschwester habe im September einer 48-jährigen Frau und einem 52-jährigen Mann eine Überdosis blutdrucksenkender Medikamente gespritzt. Die Opfer starben Minuten nach der Tat. Die Untersuchungen der Gerichtsmedizin bestätigten dies: Bei Patienten wurden erhöhte Werte des Medikaments festgestellt. Bei der Staatsanwaltschaft wurden nach der Verhaftung 15 Akten über Todesfälle auf der Station auf eventuelle Auffälligkeiten hin untersucht.

Im Oktober hatte der Klinik-Direktor das Gespräch mit der Krankenschwester gesucht. Dabei ging es nach Angaben einer Kliniksprecherin um "sehr persönliche Inhalte", die vertraulich blieben.

DPA DPA

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