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Bildungspaket: Von der Leyen will Nachfrage auf die Sprünge helfen

Mühsamer Start: Langsam steigt die Nachfrage nach dem Bildungspaket für bedürftige Kinder. Bundesarbeitsminsterin Ursula von der Leyen möchte weiter zu Beantragung motivieren - schließlich gehe es um die Zukunft der Kinder.

Die Nachfrage nach den Angeboten des im April gestarteten Bildungspakets für bedürftige Kinder steigt. Nach neuen Umfragen haben in den Großstädten bislang rund 27 Prozent der Leistungsberechtigten Anträge gestellt, bei den Landkreisen sind es gut 30 Prozent. Diese Zahlen des Deutschen Städtetages und des Deutschen Landkreistages lagen der Nachrichtenagentur dpa am Montag in Berlin vor.

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) möchte weiter motivieren, das Bildungspaket in Anspruch zu nehmen. In diesem Zusammenhang kündigte sie gezielte Besuche von Sozialarbeitern bei den betreffenden Familien an. "Es geht um die Zukunftschancen der Kinder, damit sich das Hartz-IV-Schicksal ihrer Eltern nicht wiederholt", zitiert die "Bild"-Zeitung (Montag) die Bundesarbeitsministerin. "Wenn Info-Briefe und gezielte Ansprache in Kitas und Schulen nicht reichen, müssen Sozialarbeiter eben vor der Tür stehen und bei den Eltern nachfassen", sagte von der Leyen.

Die Umsetzung des Bildungspakets war am 1. April in den Städten und Landkreisen gestartet. Es sieht finanzielle Unterstützung für die rund 2,5 Millionen Kinder aus Familien mit geringem Einkommen vor. Zuschüsse gibt es bei Bedarf für warmes Mittagessen in Schulen und Horten, für Nachhilfe, Vereinsbeiträge, Musikunterricht, Ausflüge und zu Fahrtkosten zu weiterführenden Schulen. Von der Leyen sagte der "Bild"-Zeitung, bislang seien vor allem Leistungen für die Mitgliedschaft in Sportvereinen und für das Mittagessen beantragt worden, dagegen gebe es "nach Musikschul-Unterricht wenig Nachfrage". Für Nachhilfeangebote sei dies erst wieder im neuen Schuljahr zu erwarten.

Auf stern.de finden Sie die Links zu den Anträgen einzelner Gemeinden und Landkreise.

mm/AFP/DPA / DPA
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