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Bremen: Gewalt bei Protest gegen NPD-Demo

Mehrere tausend Menschen haben in Bremen gegen einen Aufmarsch der rechtsextremen NPD demonstriert. Dabei kam es zu Ausschreitungen, als linke Demonstranten die Polizeiabsperrung durchbrachen.

Bei einer Demonstration gegen eine genehmigte Kundgebung der rechtsextremen NPD in Bremen hat es am Samstag nach Polizeiangaben Ausschreitungen zwischen gewalttätigen Demonstranten und der Polizei gegeben.

Die meist linksautonomen Demonstranten hätten eine Polizeiabsperrung durchbrochen, sagte ein Polizeisprecher. Es habe rund ein Dutzend Festnahmen gegeben. Mehrere Polizisten seien verletzt worden. Insgesamt hätten mehrere tausend Menschen friedlich gegen den NPD-Aufzug demonstriert, der am Nachmittag stattfinden sollte. Er rechne mit mehreren Dutzend NPD-Anhängern.

Aufruf zu Gegendemonstration

Zu der Kundgebung gegen den NPD-Aufmarsch hatte ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Kirchen, Politik und anderen Gruppen aufgerufen. Auch Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) wollte daran teilnehmen. Erst am Freitagabend hatte das Oberverwaltungsgericht die Demonstration der NPD genehmigt.

Zunächst hatte das Stadtamt die NPD-Kundgebung verboten und dies mit befürchteten Ausschreitungen begründet, die die Polizei nicht bewältigen könne. Das Verwaltungsgericht hatte diese Entscheidung aber für unzulässig erklärt und die NPD-Demonstration mit Einschränkungen gestattet. Dagegen hatte das Stadtamt beim OVG Beschwerde eingelegt und war gescheitert.

Reuters / Reuters
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