Bundeswehr "Keine Erkenntnisse, dass der Vorwurf stimmt"


Ein Bundeswehr-Angehöriger behauptet, dass in Afghanistan deutsche Soldaten Kindern Bonbons aus einer giftigen Substanz gegeben hätten. Das Verteidigungsministerium teilt nun mit, es gebe keine Anhaltspunkte, dass die Geschichte wahr sei.

Ein neuer Vorwurf, wonach Bundeswehrsoldaten während eines Auslandseinsatzes angeblich giftigen Trockenbrennstoff (Esbit) als Bonbons an Kinder verteilt haben sollen, hat sich nach Ministeriumsangaben bislang nicht bestätigt. Die Eingabe eines ehemaligen Soldaten an den Wehrbeauftragten des Bundestages werde vom Verteidigungsministerium seit Ende November geprüft, sagte ein Sprecher in Berlin. Bisher gebe es aber keinerlei Erkenntnisse, dass der Vorwurf zutreffe.

Nach DPA-Informationen gibt es keine Hinweise, wo und wann sich ein solch massives Fehlverhalten von Soldaten ereignet haben könnte. Der ehemalige Soldat soll sich an den Wehrbeauftragten gewandt haben, nachdem er von einem solchen Fall gehört, ihn aber nicht selbst erlebt habe. Die "Bild"-Zeitung berichtete, dass der Vorgang Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) vorgelegt worden sei.

Reuters Reuters

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