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News von heute Renten steigen voraussichtlich um mehr als fünf Prozent

Rentner können sich im nächsten Jahr auf höhere Bezüge freuen, heißt es
Rentner können sich im nächsten Jahr auf höhere Bezüge freuen, heißt es
© Felix Kästle / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:  

20.36 Uhr: Seenotretter retten mehr als 460 Migranten auf dem Mittelmeer

Seenotretter haben im Mittelmeer mehr als 460 Migranten vor dem Ertrinken gerettet. Das Rettungsschiff "Ocean Viking" nahm in der Nacht zum Dienstag vor der libyschen Küste 139 in Seenot geratene Migranten an Bord, wie die europäische Organisation SOS Méditerranée mitteilte. Die Organisationen Mission Lifeline und Sea-Eye retteten nach eigenen Angaben in derselben Nacht zusammen weitere 325 Menschen.

In einem ersten Einsatz in der Nacht zum Dienstag rettete die "Ocean Viking" laut SOS Méditerranée 45 Menschen aus einem Holzboot. Bei einer zweiten Rettung nahm das Schiff demnach 94 Menschen aus einem überladenden Schlauchboot auf. Unter den geretteten Menschen waren der Organisation zufolge ein Baby, 25 Minderjährige und 14 Frauen. 

Die deutschen Seenotrettungsschiffe "Rise Above" und "Sea-Eye 4" waren nach Angaben der Organisationen Mission Lifeline und Sea-Eye in der Nacht zum Dienstag in insgesamt fünf Rettungseinsätze involviert. An Bord der "Sea-Eye 4" befanden sich demnach anschließend 325 Menschen, darunter 152 Minderjährige, 31 Frauen und 142 Männer.

19.54 Uhr: Medienberichte: Zwei Tote und mehrere Verletzte im Konzerthaus von Uppsala

Wie die schwedische Zeitung "Aftonbaldet" berichtet, läuft ein Polizeieinsatz im "Uppsala Concert und Congress". Dort sei ein Mensch getötet und mehrere verletzt worden. Die Zeitung zitiert einen Pressesprecher der Polizei, der von einem "schweren Vorfall" spricht. Das Konzerthaus sei abgeriegelt worden. Laut der Zeitung haben viele Menschen das Geschehen im Konzertsaal mit angesehen. Was genau geschehen ist, sei aber noch unklar. Die Polizei sei um 18.48 Uhr alarmiert worden.

Die Zeitung "Expressen" berichtet, dass ein Mensch aus großer Höhe auf einen anderen gefallen und beide gestorben seien – einer sofort und der andere auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Vorfall ereignete sich demnach vor Beginn eines Konzerts und vor den Augen von etwa 900 Menschen im Publikum.

19.15 Uhr: Zu viele Mitarbeiter infiziert - "Sansibar" auf Sylt wegen Corona geschlossen

Nach dem Corona-Ausbruch im Kult-Lokal "Sansibar" auf der Nordseeinsel Sylt hat Promi-Wirt Herbert Seckler (69) sein Restaurant geschlossen. "Alle sind doppelt geimpft, ich kann es mir nicht erklären. Aber ich kann es nicht verantworten, weiter geöffnet zu haben", sagte Seckler der "Bild"-Zeitung (Dienstag). Aus Fürsorge für Gäste und Angestellte werde er sein Restaurant in den Rantumer Dünen bis auf weiteres schließen. 29 von rund 100 Angestellten waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am Mittwoch sollte die komplette Belegschaft erneut einen PCR-Test machen. Wann das Kult-Lokal wieder öffnen wird, konnte ein Mitarbeiter am Dienstagabend auf Anfrage nicht sagen.

18.48 Uhr: Bolsonaro trifft rechtsradikalen Lega-Chef in Italien

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat gemeinsam mit dem Chef der italienischen Lega-Partei, Matteo Salvini, einen Gedenkort für im Zweiten Weltkrieg gefallene brasilianische Soldaten in der Toskana besucht. Die beiden rechtsradikalen Politiker trafen sich am Dienstag anlässlich von Allerseelen an der Gedenkstätte in Pistoia. Weder der Bürgermeister von Pistoia noch der Präsident der Region Toskana nahmen an dem Treffen teil.

18.02 Uhr: Renten steigen voraussichtlich um mehr als 5 Prozent

Die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland können sich auf eine deutliche Erhöhung ihrer Bezüge im kommenden Jahr einstellen. Nach einer offiziellen Schätzung sollen die Renten im Juli in Westdeutschland um 5,2 Prozent und im Osten um 5,9 Prozent steigen, wie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus dem Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2021 hervorgeht.

17.19 Uhr: Zu viele Intensivbetten belegt – Corona-Warnstufe in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg liegen heute den zweiten Werktag in Folge mehr als 250 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen, wie das Gesundheitsministerium in Stuttgart mitteilte. Daher trete morgen die Corona-Warnstufe mit strengere Regeln vor allem für Ungeimpfte in Kraft. Die erste kritische Marke sei erreicht, die Lage in den Krankenhäusern angespannt, erklärte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). "Wir erleben derzeit eine Pandemie der Ungeimpften. Das sehen wir nicht nur an den getrennt ausgewiesenen Inzidenzwerten, sondern auch auf den Intensivstationen." Dort lägen fast ausnahmslos nicht-geimpfte Patientinnen und Patienten mit einem schweren Verlauf.

Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss ab morgen wieder bei zahlreichen Freizeitaktivitäten in geschlossenen Räumen etwa im Restaurant, Kino oder Schwimmbad einen PCR-Test vorweisen. Ein Schnelltest reicht dann nicht mehr aus. Zudem sehen die strengeren Regeln wieder eine Kontaktbeschränkung auf einen Haushalt und fünf weitere Personen vor. Geimpfte und Genese sowie Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, sind ausgenommen. Auch Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zählen nicht dazu.

17.00 Uhr: Äthiopien verhängt landesweiten Ausnahmezustand wegen Rebellen-Vormarschs

Angesichts des Vormarschs der Rebellen aus der Unruheregion Tigray hat die Regierung in Äthiopien einen landesweiten Ausnahmezustand verhängt. Das berichteten staatliche Medien. Die Rebellengruppe TPLF hatte im Konflikt mit der Armee in den vergangenen Tagen zwei strategisch wichtige Städte eingenommen und Befürchtungen vor einem Marsch auf die Hauptstadt Addis Abeba geweckt.

Die Behörden der Hauptstadt riefen die Bevölkerung zuvor bereits auf, eventuell vorhandene Waffen registrieren zu lassen und sich darauf vorzubereiten, gegebenenfalls ihre Stadtviertel zu verteidigen. Am Wochenende hatte die TPLF die Einnahme der beiden strategisch wichtigen Städte Kombolcha und Dessie und der Provinz Amhara gemeldet, was die äthiopische Regierung dementierte.

16.49 Uhr: Mehr als 300 Intensivbetten in Österreich belegt – Stufe zwei kommt

In Österreich hat die Zahl der von Covid-Patienten belegten Betten auf Intensivstationen nach Angaben der Behörden die Schwelle von 300 überschritten. Damit gilt mit einer Verzögerung von einer Woche Stufe zwei der fünfstufigen Corona-Maßnahmen. So sind dann Besuche der Nachtgastronomie und verschiedener großer Veranstaltungen nur noch für Genesene und Geimpfte möglich. Heute wurden 317 Intensivbetten für Corona-Patienten gebraucht, ein Plus von 25 gegenüber dem Vortag. Besonders deutlich nahm die Zahl der Patienten auf den Normalstationen zu – um 145 auf 1600.

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) prognostizierte schon für kommende Woche 400 belegte Intensivbetten. Dann würde die nächste Stufe im nationalen Corona-Plan ausgelöst werden: Am Arbeitsplatz, bei Restaurantbesuchen oder im Tourismus müssten Ungeimpfte dann PCR-Tests vorweisen - Antigen-Schnelltests würden nicht mehr gelten.

16.29 Uhr: Zahl der Toten nach Hochhaus-Einsturz in Lagos steigt auf 15

Nach dem Einsturz eines Hochhauses in der nigerianischen Millionenstadt Lagos ist die Zahl der Toten auf 15 gestiegen. Wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte, wurden am Tag nach dem Unglück weitere Leichen geborgen. Neun Menschen konnten demnach bisher lebend aus den Trümmern gerettet werden.

Das 21-stöckige Gebäude im Stadtteil Ikoyi war noch im Bau. Am Montag sackte es aus zunächst unbekannter Ursache plötzlich in sich zusammen. Nach Angaben von Bauarbeitern, die sich in Sicherheit bringen konnten, wurden dutzende ihrer Kollegen verschüttet. Heute dauerten die Rettungs- und Bergungsarbeiten noch an. Ibrahim Farinloye von der Katastrophenschutzbehörde sagte, er habe mit einigen der Verschütteten gesprochen. "Ihre Stimmen sind stark".

16.10 Uhr: Im Oktober deutlich mehr Migranten in Vorpommern aufgegriffen

Die Zahl der Migranten, die über die sogenannte Belarus-Route illegal nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen, hat sich im Oktober gegenüber dem Vormonat verdoppelt. Wie die für Vorpommern zuständige Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt mitteilte, wurden im Oktober zwischen Usedom, Pasewalk und Pomellen (Vorpommern-Greifswald) 749 Frauen, Männer und Kinder von den Beamten aufgegriffen. Die Meisten seien aus dem Irak und Jemen, weniger Leute aus Syrien und dem Iran. Im September seien es 302 illegal eingeschleuste Flüchtlinge gewesen, im August waren es 104.

An der gesamten deutsch-polnischen Grenze von Vorpommern bis Sachsen hat die Bundespolizei im Oktober 5285 Menschen aufgegriffen, die unerlaubt eingereist waren. Das waren deutlich mehr als im September, als 1914 illegale Einreisen festgestellt wurden. Laut Bundespolizei waren von Januar bis Juli 2021 nur 26 Personen mit Bezug auf die Belarus-Route registriert worden, im August 474 Flüchtlinge.

15.59 Uhr: Rund 200 Jugendliche randalieren zu Halloween in Dortmund

Die Polizei hat in Dortmund eine Halloween-Randale von rund 200 Jugendlichen aufgelöst. Wie die Polizei mitteilte, sollen sie am Sonntagabend Autos mit Eiern und Mehl sowie Steinen beworfen haben. Den Einsatzkräften war gemeldet worden, dass in der Nähe eines Einkaufszentrums massiv Pyrotechnik gezündet werde. Beim Eintreffen der Beamten hatten sich dort bis zu 200 Jugendliche versammelt.

Mit Eiern und Mehl bewarfen sie einen Streifenwagen und weitere Fahrzeuge. Mehrere Personen sollen zudem mit Steinen auf Busse und Bahnen gezielt haben. Einige Randalierer trugen während der Taten Sturmhauben. Ein Jugendlicher soll einen Polizisten attackiert haben. Schließlich seien die Jugendlichen in kleineren Gruppen davongelaufen. Es sei gelungen, mehrere der etwa 14- bis 18-Jährigen zu identifizieren und den Eltern zu übergeben. 30 Verdächtige seien mit der Stadtbahn geflüchtet, die von der Polizei gestoppt wurde. Weil einer der Jugendlichen eine Schreckschuss-Waffe mit sich führte, wurde er wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt.

15.41 Uhr: Äthiopien: Einwohner Addis Abebas sollen Stadt verteidigen

Die Behörden in Addis Abeba haben die Einwohner der äthiopischen Hauptstadt dazu aufgerufen, ihre Wohngegenden im Konflikt mit Rebellen der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) zu verteidigen. Die Menschen sollten innerhalb der nächsten zwei Tage Schusswaffen polizeilich registrieren lassen, sagte ein leitender Beamter der Stadtverwaltung. Alle Teile der Gesellschaft seien zur Kooperation aufgerufen.

Im Konflikt mit der TPLF musste sich das Militär in den vergangenen Tagen aus wichtigen Städten in der Region Amhara, welche an die Hauptstadt grenzt, zurückziehen. Gemeinsam mit Rebellen der Oromo Liberation Army (OLA) konnte sich die TPLF Zugang zu einer der wichtigsten Autobahnen im Land verschaffen. Sie rückt nun auf Addis Abeba vor. 

15.30 Uhr: Sachsen will landesweit 2G-Regel einführen

Angesichts steigender Coronazahlen kommen auf Ungeimpfte in Sachsen stärkere Einschränkungen zu. Die schwarz-rot-grüne Regierung will landesweit in bestimmten Bereiche wie der Innengastronomie die 2G-Regel einführen, wie ein Sprecher des Sozialministeriums in Dresden sagte. Das sehen die Eckpunkte für die neue Coronaschutzverordnung vor, die am Freitag abschließend beraten werden und am Montag in Kraft treten soll.

Nur noch Geimpfte und Genesene sollen neben der Innengastronomie Zugang zu Veranstaltungen und Festen in Innenräumen im Kultur- und Freizeitbereich, in Diskotheken und Bars bekommen. Gleiches soll auch für Großveranstaltungen wie Konzerte und Fußballspiele gelten.

15.16 Uhr: Anklage gegen mutmaßliche IS-Anhängerin nach Tod von 15-jährigem Sohn

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen eine deutsche mutmaßliche IS-Anhängerin erhoben, deren 15-jähriger Sohn in Syrien getötet wurde. Der Frau werden unter anderem fahrlässige Tötung und die Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht vorgeworfen, wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Der Prozess soll am Hamburger Oberlandesgericht stattfinden.

Die Mutter zweier Söhne soll Deutschland im Sommer 2016 mit ihrem jüngeren, damals 13-jährigen Kind verlassen haben, nachdem sich ihr Ehemann der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) als Kämpfer angeschlossen hatte. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau ihren Sohn in Syrien zunächst einer anderen Terrorgruppe als Kämpfer zur Verfügung stellte, um mit deren Hilfe zum IS zu kommen. Später hätten die Eltern den Jungen für den IS kämpfen lassen. Laut Bundesanwaltschaft wurde der 15-Jährige im März 2018 bei einem Bombenangriff getötet. Die Mutter habe damals ihren älteren Sohn in Deutschland aufgefordert, sich über den "Märtyrertod" seines Bruders zu freuen. Die Eltern hätten dem IS bis zuletzt die Treue gehalten.

Später soll sich die Frau mit ihrem Mann kurdischen Truppen ergeben haben. Sie war am 24. März bei ihrer Einreise am Berliner Flughafen festgenommen worden und sitzt seither in Untersuchungshaft.

14.48 Uhr: Gewerkschaften kündigen in Ländertarifrunde bundesweite Streiks an

Im Tarifstreit für die mehr als 800.000 Angestellten der Bundesländer außer Hessen haben die Gewerkschaften nach einer ergebnislosen zweiten Verhandlungsrunde Streiks angekündigt. Der Schwerpunkt solle in den Gesundheitseinrichtungen der Länder liegen, sagte Verdi-Bundeschef Frank Werneke in Potsdam. Die Streikmaßnahmen sollen demnach bis zur dritten Tarifrunde Ende November bundesweit stattfinden.

14.32 Uhr: Kreise: CDU will neuen Vorsitzenden am 21. Januar in Hannover wählen

Die CDU will den Nachfolger von Parteichef Armin Laschet am 21. Januar in Hannover wählen. Dafür gab es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern im CDU-Vorstand in Berlin einstimmige Zustimmung. Vorgeschaltet werden soll eine Mitgliederbefragung.

14.27 Uhr: Israel genehmigt weitere Wohneinheiten für Palästinenser

Israel hat nach eigenen Angaben den Bau von 1303 Wohneinheiten für Palästinenser im besetzten Westjordanland genehmigt. Weitere Details bestätigte ein israelischer Vertreter zunächst nicht. Nach palästinensischen Angaben handelt es sich zu weiten Teilen um bereits im August angekündigte Genehmigungen.

Israel hatte vergangene Woche mit der endgültigen Genehmigung von 3130 Wohneinheiten in israelischen Siedlungen im Westjordanland international Kritik ausgelöst. Deutschland und elf weitere europäische Länder hatten den Schritt verurteilt.

14.14 Uhr: Frau kennt Halloween-Brauch nicht und geht in Panik auf Kinder los

Weil sie das Halloweenfest nicht kannte, ist eine Frau in der Schweiz auf verkleidete Kinder losgegangen, die bei ihr geklingelt hatten und sie vor der Tür erschrecken wollten. Ihr droht nun nach Medienberichten eine Anzeige. Der Zeitung "Blick" sagte die Äthiopierin, sie sei untröstlich. Sie habe den Brauch, dass Kinder sich am 31. Oktober verkleiden, Nachbarn spielerisch Angst einjagen und dann mit Süßigkeiten beschenkt werden, nicht gekannt. Der Vorfall tue ihr leid.

Drei Kinder im Alter von sieben bis neun Jahren hatten am Sonntagabend in St. Gallen mit Masken verkleidet an der Tür der Frau geklingelt. "Ich bekam wahnsinnige Angst", sagte sie der Zeitung. "Da standen fürchterliche Kreaturen mit hochgehaltenen Händen und Masken. Sie waren wie Monster und haben mich angeschrien." Sie sei in Panik geraten und habe die Kinder nur verscheuchen wollen. Sie habe aber nur einen Bleistift in der Hand gehabt, nicht eine Schere, wie die Kinder meinten. Ein Neunjähriger war mit Blessuren zunächst ins Krankenhaus gebracht worden.

14.02 Uhr: Mann in Ägypten auf offener Straße enthauptet

In Ägypten ist ein Mann bei Tageslicht auf offener Straße enthauptet worden. Der Täter habe seinem Opfer in der Stadt Ismailia mit einem großen Messer den Kopf abgetrennt und dabei unverständliche Wörter gesagt, teilte das Innenministerium mit. Auf einem Video des Vorfalls ist zu sehen, wie der Täter sein Opfer angreift, das offenbar verletzt am Boden einer belebten Kreuzung liegt. In der Nähe stehen Passanten, es sind Schreie zu hören.

Die Staatsanwaltschaft kündigte eine rasche Untersuchung an. Bei der Tat seien auch zwei weitere Menschen verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Montagabend mit. Ein Team aus Ermittlern habe den Tatort und den Leichnam untersucht. Laut Innenministerium war der Täter "psychologisch instabil" und wurde in einer Reha-Einrichtung für Drogenabhängige behandelt. Nach offiziellen Angaben arbeitete er in einem Möbelgeschäft, das dem Bruder des Opfers gehört.

13.50 Uhr: Selfie mit Mordopfern: Londoner Polizisten bekennen sich schuldig

Zwei Polizeibeamte aus London haben sich schuldig bekannt, am Tatort Fotos von Mordopfern gemacht und diese auf Whatsapp geteilt zu haben. Wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete, gaben die beiden 47 und 33 Jahre alten Beamten vor Gericht zu, Fotos von zwei ermordeten Frauen gemacht zu haben, die im vergangenen Jahr in einem Park in London gefunden wurden. Darunter auch ein Selfie mit den Getöteten im Hintergrund.

Der Doppelmord hatte großes Aufsehen erregt. Der Täter, ein 19 Jahre alter Mann, hatte die beiden Schwestern ermordet, um einen angeblichen Pakt mit dem Teufel zu erfüllen, durch den er sich einen Lottogewinn erhoffte. Die Leichen versteckte er in einem Gebüsch. Er wurde zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe mit einer Mindesthaftzeit von 35 Jahren verurteilt. Die beiden Polizisten, die eigentlich den Fundort der Leichen hätten bewachen sollen, müssen nun ebenfalls mit Haftstrafen rechnen, wie der Vorsitzende Richter laut PA deutlich machte.

13.31 Uhr: Tödliche Fahrt: Bislang keine Trauerfeier für Schülerin geplant

Für die bei einer Kollision mit einem Auto im nordhessischen Witzenhausen getötete Schülerin ist bislang keine öffentliche Trauerfeier geplant. "Wir müssen abwarten, wie sich die Familie dazu äußert", sagte Bürgermeister Daniel Herz. Die Stimmung in der Stadt sei sehr emotional und bedrückt, vor allem im betroffenen Ortsteil Gertenach.

Gegen den 30-jährigen Autofahrer ermittelt die Polizei wegen Mordes, er wurde in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Laut Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht, dass er seinen Wagen mit Absicht in die Gruppe gelenkt hatte. Ein achtjähriges Mädchens erlag wenige Stunden später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Zwei Mädchen im Alter von sieben und acht Jahren wurden schwer verletzt.

12.49 Uhr: Trinkwasser im Berliner Flughafen BER mit Keimen verunreinigt

Am Hauptstadtflughafen BER gibt es Probleme mit dem Trinkwasser. Bei einem Routinetest im Hauptterminal wurden coliforme Bakterien gefunden, wie die Betreibergesellschaft mitteilte. Das Wasser in allen Sanitäreinrichtungen des Terminals 1 solle bis auf Weiteres nicht als Trinkwasser genutzt werden. Betroffen sei auch das Regierungsterminal. "Die Ursache für die Verunreinigung ist unklar", teilte das Unternehmen mit. Das Gesundheitsamt und der Trinkwasseranbieter seien informiert. Alle Leitungen würden nun gespült. Das werde mehrere Tage dauern, sagte ein Sprecher. Fluggäste werden demnach mit Durchsagen und Informationsblättern unterrichtet.

12.36 Uhr: Flugverbindung nach La Palma unterbrochen - Schulen geschlossen

Der Vulkan auf der Kanareninsel La Palma hat erneut den Flugverkehr lahm gelegt. Wegen großer Mengen an Vulkanasche seien vorerst alle Flüge zu der Atlantikinsel vor der Westküste Afrikas gestrichen worden, teilte der Flughafenbetreiber Aena mit. Zudem seien 22 Schulen geschlossen worden, weil auch die Konzentration von Schwefeldioxid in der Luft in einigen Teilen der Insel zu hoch sei, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE unter Berufung auf die Behörden.

News von heute: Renten steigen voraussichtlich um mehr als fünf Prozent

12.24 Uhr: Migranten im Mittelmeer gerettet – Afghanen erreichen Sizilien

Die private Organisation "SOS Mediterranee" hat mehr als 40 Menschen im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet. Die Crew habe das Boot mit den Migranten in der Nacht etwa 200 Meter von ihrem Schiff "Ocean Viking" entfernt in der Dunkelheit entdeckt, teilte die Organisation mit. Unter den Geretteten seien vier Frauen und fünf Minderjährige gewesen.

In der Nacht erreichten außerdem fast 120 afghanische Migranten den Hafen von Portopalo di Capo Passero am südlichen Zipfel der italienischen Insel Sizilien, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Polizei habe die Menschen aufgegriffen. Den Ermittlern zufolge könnten sie von Griechenland oder der Türkei abgelegt haben.

12.12 Uhr: Bahn-Sicherheitsleute schießen an Pariser Bahnhof auf Mann mit Messer

Zwei Sicherheitsleute der Bahn haben auf einem Pariser Bahnhof auf einen Mann geschossen, der sie mit einem Messer bedroht hatte. Dieser sei lebensgefährlich verletzt, hieß es aus Polizeikreisen. Der Mann sei kurz vor Mitternacht am Bahnhof Saint-Lazare mit einem Messer in der Hand auf die Sicherheitsleute zugelaufen und habe "Allahu akbar" ("Gott ist groß") gerufen. 

Die Sicherheitsleute hätten ihre Dienstwaffen eingesetzt, "um sich zu verteidigen", erklärte die Bahngesellschaft SNCF. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen Mordversuchs an Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes sowie Rechtfertigung des Terrorismus auf. Der Mann sei dem Geheimdienst nicht bekannt gewesen, hieß es in Ermittlerkreisen. 

11.55 Uhr: UNHCR fliegt tonnenweise Wintermaterial nach Afghanistan

Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) hat das erste von drei Flugzeugen mit Wintermaterial nach Afghanistan geschickt. An Bord waren 33 Tonnen Material, damit sich im Land Vertriebene ohne permanente Bleibe für die kalte Jahreszeit wappnen können, wie eine Sprecherin in Genf sagte. Familien bekommen jeweils 25 Kilogramm Material, darunter Fußboden- und Wandfliesen zur Wärmedämmung von Zelten und Häusern.

Einige durch Kämpfe vor allem Anfang des Jahres Vertriebene seien zwar in ihre Heimatdörfer zurückgekehrt, hätten aber auch dort kaum Material, um den Winter zu überleben. Die Temperaturen können im Winter in Afghanistan auf minus 25 Grad sinken. Zwei weitere Maschinen sollen bis Ende der Woche Material nach Kabul fliegen. 

11.36 Uhr: Schwangere Frau stirbt: Polen demonstrieren gegen Abtreibungsgesetz

Der Tod einer 30 Jahre alten schwangeren Frau hat am Montagabend Proteste in mehreren Städten Polens ausgelöst. Wie der TV-Nachrichtensender TVN24 am Dienstag berichtete, hatten die Ärzte im Krankenhaus der südpolnischen Stadt Pszczyna nicht gewagt, das Leben der Frau durch einen Schwangerschaftsabbruch zu retten. Stattdessen hätten sie darauf gewartet, bis der geschädigte Fötus im Mutterleib von selbst abstirbt.

Die Anwältin Jolanta Budzowska hatte vergangene Woche in digitalen Medien über den Fall informiert und das strenge Abtreibungsverbot Polens für den Tod der jungen Frau verantwortlich gemacht. Das polnische Verfassungsgericht hatte vor einem Jahr fast alle Ausnahmeregeln des strengen Abtreibungsgesetzes aufgehoben. Seither ist ein Schwangerschaftsabbruch auch dann verboten, wenn der Fötus schwer geschädigt ist.

Frauenrechtsorganisationen hatten zu Protestkundgebungen am Montagabend unter der Parole "Nicht auch nur eine mehr!" aufgerufen. Hunderte Frauen und Männer versammelten sich nicht nur in Pszczyna, sondern auch in zahlreichen anderen Städten des Landes. TV-Bilder zeigten, wie Demonstrierende vor dem Verfassungsgericht in Warschau Kerzen anzündeten. Auf Transparenten waren gegen die konservativen Verfassungsrichter und die Regierung gerichtete Sätze zu lesen wie "Ihr Tod klagt euch an!", "Auch ihr Herz hat noch geschlagen!" oder "Frauenrechte sind Menschenrechte!"

11.22 Uhr: Leiter der Mordkommission: Trierer Amokfahrt war geplant

Die tödliche Amokfahrt in Trier ist nach Einschätzung eines Hauptermittlers vom Täter geplant gewesen. "Da bin ich mir sicher. Wir haben Anhaltspunkte, dass die Tat nicht ad hoc entstanden ist", sagte der Leiter des Kommissariats für Kapitaldelikte bei der Kripo Trier, Christian Soulier, vor dem Landgericht Trier. Es habe "Vorbereitungshandlungen" und Äußerungen des mutmaßlichen Täters gegeben, die darauf hinwiesen.

Bei der Amokfahrt am 1. Dezember 2020 waren in der Stadt in Rheinland-Pfalz fünf Menschen getötet und zahlreiche Menschen verletzt worden. Seit dem 19. August steht ein 52-Jähriger vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fünffachen Mord und versuchten Mord in 18 weiteren Fällen vor. Der Deutsche soll mit seinem Geländewagen durch die Trierer Fußgängerzone gerast sein, um möglichst viele Menschen zu töten oder zu verletzen.

11.07 Uhr: Stundenlanger Starknebel in Moskau verursacht Flugausfälle und Verspätungen

Stundenlanger dichter Nebel hat in Russlands Hauptstadt Moskau zu Einschränkungen im Flugverkehr geführt. Mehr als 100 Flüge hätten entweder gestrichen oder verschoben werden müssen, meldeten mehrere Agenturen unter Verweis auf Flughafeninformationen. Rund 30 Flugzeuge seien auf Ausweichflughäfen umgeleitet worden.

Die dichte Nebelmasse, die Meteorologen auf ein Hochdruckgebiet zurückführen, waberte seit Montagabend durch Europas größte Metropole. Die Sichtweite betrug mancherorts nur noch 200 Meter. Der Kreml etwa war von einigen Stellen des Roten Platzes aus zwischenzeitlich kaum noch zu erkennen. Viele Menschen posteten in den sozialen Netzwerken Fotos von ihrer im milchigen Weiß verschwindenden Nachbarschaft – einen so lange anhaltenden Starknebel gibt es in Moskau nicht oft.

10.47 Uhr: Rund 67 Prozent der Bevölkerung in Deutschland vollständig geimpft

Mehr als 55 Millionen Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor (Stand: 10.25 Uhr). Demnach wurden am Montag rund 58.000 Impfdosen verabreicht. 57,7 Millionen Menschen (69,4 Prozent) haben mindestens eine Impfung verabreicht bekommen, 55,5 Millionen (66,7 Prozent) sind vollständig geimpft.

Beim Stand der Covid-19-Impfungen gibt es weiterhin erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 81,1 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. 14 weitere Bundesländer haben die 60-Prozent-Marke geschafft, lediglich Sachsen steht mit 59 Prozent unter dieser Marke. Bremen zählt mit 78,3 Prozent ebenfalls den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Sachsen ist hier mit 56,8 Prozent am Ende der Rangliste.

10.27 Uhr: Explosion bei Militärkrankenhaus in afghanischer Hauptstadt Kabul

Im Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul hat sich eine Explosion nahe des Tors zum Militärkrankenhaus ereignet. Das bestätigte ein Sprecher der militant-islamistischen Taliban, Bilal Karimi, der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe noch keine Informationen zur Art des Angriffs.

Der Sprecher des Innenministeriums schrieb auf Twitter, es gebe Opfer, Informationen darüber wolle man später mitteilen. Spezialkräfte seien vor Ort, hieß es weiter. Auf Bildern in sozialen Medien war eine aufsteigende Rauchwolke zu sehen. Lokale Journalisten berichteten, der Explosion seien Schusswechsel gefolgt. Bisher bekannte sich niemand zu dem Angriff.

10.16 Uhr: Mann legt gefälschten Impfausweis vor – Attacke auf Apothekerin

Nachdem er mit einem falschen Impfausweis aufgeflogen ist, soll ein 30-Jähriger in Dortmund eine Apothekerin angegriffen haben. Gegen den Mann werde wegen des Verdachts auf Körperverletzung und Urkundenfälschung ermittelt, teilte die Polizei mit. Den Angaben zufolge hatte ein zunächst Unbekannter am Samstag seinen offenbar gefälschten Impfpass in einer Apotheke digitalisieren lassen wollen. Die Apothekerin erkannte mehrere Fälschungsmerkmale und wies den Mann darauf hin. Um seinen Ausweis zurückzubekommen, habe er die Frau daraufhin attackiert, aber schließlich die Flucht ergriffen. Weil er das gefälschte Impfdokument mit seinen Personalien zurückließ, konnte die Polizei ihn identifizieren.

9.59 Uhr: Anklage fordert lebenslange Haft für Mutter von fünf getöteten Kindern aus Solingen

Im Prozess gegen die Mutter von fünf getöteten Kindern aus Solingen hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe gefordert. In ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Wuppertal beantragten die Anklagevertreter eine Verurteilung wegen Mordes wegen Heimtücke und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Die Angeklagte Christiane K. soll ihre fünf jüngsten Kinder am 3. September 2020 in ihrer Wohnung erstickt beziehungsweise erwürgt haben.

9.08 Uhr: Mehr als jeder fünfte Mann lebte 2020 allein

Rund 7,8 Millionen Männer ab 15 Jahren und damit mehr als jeder fünfte oder 22,4 Prozent haben 2020 in einem Solohaushalt gelebt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Am höchsten war ihr Anteil mit knapp 35 Prozent in der Altersgruppe der 25- bis unter 30-Jährigen. Oft handelt es sich in dieser Lebensphase um Studenten oder junge Berufstätige. Bei den 60- bis unter 65-jährigen Männern lag ihr Anteil mit 20,4 Prozent hingegen nur bei einem Fünftel. Bei den Frauen ab 15 Jahren war der Anteil der Alleinlebenden mit 24,2 Prozent etwas höher als bei Männern. Die Geschlechter unterscheiden sich jedoch vor allem in den verschiedenen Altersgruppen. Besonders groß ist der Unterschied in der Gruppe ab 65 Jahren. Hier war der Anteil der Alleinlebenden bei Frauen mit 44,6 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei Männern mit 20,7 Prozent.

Als alleinlebend gilt, wer unabhängig vom Familienstand in einem Einpersonenhaushalt wohnt. Von den insgesamt 34,8 Millionen Männern ab 15 Jahren lebten mit 61 Prozent fast zwei Drittel in einer Partnerschaft oder waren verheiratet.

8.46 Uhr: Impfkommission will "in wenigen Wochen" über Auffrischungsimpfungen entscheiden

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will in absehbarer Zeit entscheiden, ob Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus in Deutschland für alle Bevölkerungsgruppen empfohlen werden. Es gebe Daten aus internationalen Studien, die dafür sprächen, wobei geprüft werden müsse, inwieweit diese Ergebnisse auf Deutschland übertragbar seien, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Eine Entscheidung darüber wird in wenigen Wochen fallen." Bei einer solchen allgemeinen Empfehlung für Booster-Impfungen sei die Frage entscheidend, ob damit die Weiterverbreitung des Virus gebremst werden könne, sagte Mertens. "Bei Jüngeren und Gesunden ginge es also sechs Monate nach der Grundimmunisierung vor allem darum, Infektionen zu verhindern, um eine Weitergabe des Virus zu vermindern." 

8.41 Uhr: Irans Außenminister an Corona erkrankt

Der iranische Außenminister Hussein Amirabdollahian ist trotz Impfung an Corona erkrankt. Das gab das Außenministerium bekannt. Der Minister musste in Quarantäne, aber es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, sagte Außenamtssprecher Said Chatibsadeh der Nachrichtenagentur Isna. Im Iran wurden seit dem Ausbruch der Pandemie im Februar 2020 mehr als 126.000 Corona-Todesfälle und fast sechs Millionen Infektionen registriert. In den letzten Wochen gab es eine leichte Entspannung, da der bis dahin schleppende Fortgang der Impfungen kräftig beschleunigt wurde. Bislang sind fast 45 Prozent der über 83 Millionen Iraner doppelt geimpft.

8.25 Uhr: Nigeria: Im Bau befindliches Hochhaus stürzt ein

Ein riesiger Trümmerhaufen ist das, was übriggeblieben ist, von einem im Bau befindlichen Hochhaus in der nigerianischen Hauptstadt Lagos. Und die große Sorge über die etwa 100 Bauarbeiter, die sich zum Zeitpunkt des Einsturzes in dem Gebäude befanden. Die Zahl geht aus der Einschätzung von zwei Bauarbeitern hervor, die sich in der Nähe des Gebäudes aufhielten. Eric Ntete sagt, dass er fast selbst in dem Hochhaus gewesen wäre. In Nigeria, wo viele Vorschriften nur unzureichend durchgesetzt werden und die Baumaterialien oft minderwertig sind, kommt es häufig zu Gebäudeeinstürzen. Die Ursache dieses Einsturzes ist noch unklar, ebenso der Gesundheitszustand vieler Bauarbeiter unter den Trümmern.

7.19 Uhr: Brennendes Kinderheim in Lehnin löst Großeinsatz aus

Ein brennendes Kinder- und Jugendheim in Lehnin hat für einen Großeinsatz der Rettungskräfte gesorgt. Die Bewohner blieben unverletzt, wie die Feuerwehr mitteilte. Neun Kinder wurden demnach vor Ort betreut. Die Brandausbruchstelle habe in der Küche einer separaten Wohnung im Obergeschoss gelegen, teilte die Polizei mit. Die genaue Ursache des Brandes ist aber unklar. Das zweite Obergeschoss des Gebäudes brannte den Angaben zufolge aus, sodass das Gebäude nicht mehr bewohnbar ist.  Fast zwei Dutzend Fahrzeuge der Feuerwehr, mehrere Rettungswägen und die Notfallseelsorge waren zunächst kurz nach 18 Uhr zu dem Brand ausgerückt. Die Löscharbeiten dauerten bis in den späten Abend an.

6.30 Uhr: Befehlshaber der Auslandseinsätze plädiert für bewaffnete Drohnen

Der Befehlshaber der im Ausland laufenden Bundeswehreinsätze, Generalleutnant Erich Pfeffer, hat davor gewarnt, auf einen Schutz der Truppe durch bewaffnete Drohnen zu verzichten. Mehrere Aspekte sprächen ganz deutlich für die bewaffnete Drohne, sagte Pfeffer der Nachrichtenagentur DPA. "Die Truppe selbst kann im Grunde diese Diskussion nicht verstehen, weil man nicht versteht, warum man sich so schwertut. Wenn man die ablehnenden Argumente um bewaffnete Drohnen konsequent zu Ende denkt, müsste man ja wesentliche Teile der Bewaffnung in den Streitkräften abschaffen." Pfeffer ist seit November 2015 Befehlshaber des Einsatzführungskommandos am Rande von Potsdam und geht in wenigen Wochen in den Ruhestand. Für Auslandseinsätze der Bundeswehr unter expliziter Bedrohung, wie lange in Afghanistan oder jetzt in Mali, seien drei Elemente "absolut zwingend", so Pfeffer.

5.30 Uhr: Ein Toter durch Schüsse auf Migranten-Fahrzeug in Mexiko

Bei Schüssen mexikanischer Sicherheitskräfte auf ein Fahrzeug von Migranten ist ein Mensch ums Leben gekommen. Das Fahrzeug habe versucht, ein Patrouillenfahrzeug zu rammen, erklärte die mexikanische Nationalgarde. Daraufhin hätten die Nationalgardisten geschossen. Den Angaben zufolge kam ein Kubaner an Bord des Fahrzeugs ums Leben, vier weitere wurden verletzt. Neun weitere Insassen des Wagens sowie der Fahrer wurden der Staatsanwaltschaft übergeben. Rund 1000 Migranten aus Zentralamerika sind derzeit auf dem Marsch durch Mexiko in Richtung Mexiko-Stadt. Laut den Anführern des Marsches gehörten die Menschen in dem Wagen zu der Gruppe.

4.50 Uhr: Vor BGH-Urteil: Fan-Experte sieht DFB-Strafensystem kritisch

Der Bundesgerichtshof urteilt am Donnerstag (8.30 Uhr) in Karlsruhe in einem langen Rechtsstreit zwischen dem Deutschen Fußball-Bund und dem FC Carl Zeiss Jena. Der Drittligist will keine Geldstrafen unter anderem für das Zünden verbotener Pyrotechnik seiner Fans zahlen. Die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) in Frankfurt/Main sowie die Fan-Organisationen sehen die langjährige Praxis seit vielen Jahren kritisch. "Aus Sicht der KOS und der Fanprojekte sollte ein Vorgehen nach Fanvergehen strikt täterorientiert sein, wobei der staatlichen Strafverfolgung Priorität eingeräumt werden sollte", sagte KOS-Leiter Michael Gabriel der Nachrichtenagentur DPA. "Aus unserer Perspektive sollte der Fußball unbedingt vermeiden, ein gefühltes zweites Sanktionssystem aufzubauen. Betroffene Fans beschweren sich seit Jahren über ihren Eindruck, dass sie einer Doppelbestrafung ausgesetzt sind. Hieraus speist sich nicht nur das Feindbild in Richtung Polizei, sondern auch in Richtung DFB."

4.45 Uhr: Mittelstand: Arbeitgeber sollen Impfstatus abfragen dürfen

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat angesichts steigender Corona-Zahlen gefordert, dass Arbeitgeber den Impfstatus ihrer Beschäftigten erfragen dürfen. Bundesgeschäftsführer Markus Jerger sagte, in vielen Firmen sei die 3G-Regel bereits Realität. "Noch herrscht aber Unsicherheit, ob Arbeitgeber den Impfstatus ihrer Beschäftigten erfragen dürfen. Ein gesetzlich geregelter Abfrageanspruch der Arbeitgeber würde hier die dringend gebotene Rechtssicherheit schaffen." Die Bundesregierung müsse schnell für Klarheit sorgen. "Entscheidend ist, dass die Geschäftsabläufe in den Betrieben, die unter den Folgen von Pandemie und Lockdown leiden, nicht gestört werden oder gar zum Erliegen zu kommen", so Jerger.

4.15 Uhr: Zank um britische Fischereilizenzen: Paris setzt Ultimatum aus

Im Streit zwischen Paris und London um Fischerei-Lizenzen nach dem Brexit haben sich beide Seiten auf weitere Gespräche geeinigt. Eine Eskalation ist damit vorerst abgewendet. Wie Frankreichs Europaminister Clément Beaune mitteilte, sollten von Frankreich angedrohte Strafmaßnahmen vorerst nicht wie geplant am Dienstag in Kraft treten. Stattdessen wolle man den Dialog mit London fortsetzen. Man habe erste Signale von der britischen Regierung erhalten, dass die Verhandlungen beschleunigt werden könnten, so Beaune. Am Donnerstag werde Brexit-Minister David Frost in Paris zu einem vertieften Austausch erwartet. Ähnlich wie Beaune hatte sich zuvor auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geäußert.

4.07 Uhr: Start von Weltraummission mit deutschem Astronauten Maurer erneut verschoben

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat den Start der Weltraummission mit dem deutschen Astronauten Matthias Maurer erneut verschoben. Der Start der SpaceX-Raumkapsel werde frühestens am kommenden Samstagabend stattfinden, teilte die Nasa mit. Grund sei eine "geringfügige medizinische Angelegenheit", die ein Besatzungsmitglied des Flugs betreffe. Es handele sich weder um einen medizinischen Notfall noch gebe es eine Verbindung zum Coronavirus. Erst am Wochenende hatte die Nasa den ursprünglich für Sonntag geplanten Start der SpaceX-Raumkapsel verschoben, als neuen Termin gab die Weltraumbehörde dabei diesen Mittwoch an. Der Grund für die erste Verschiebung war laut Nasa ein Sturmtief, das für den geplanten Startzeitraum erwartet wurde.

4.05 Uhr: Regieassistent äußert sich erstmals zu Unglück bei Baldwin-Film

Der Regieassisent, der Hollywood-Star Alec Baldwin bei Dreharbeiten eine geladene Pistole überreicht hatte, hat sich erstmals öffentlich zu dem tödlichen Vorfall geäußert, zu seiner eigenen Rolle dabei jedoch geschwiegen. In einer von der "New York Times" veröffentlichten Erklärung schrieb David Halls, er sei "erschüttert und traurig" über den Tod der Kamerafrau Halyna Hutchins bei dem Unglück. "Halyna Hutchins war nicht nur eine der talentiertesten Personen, mit denen ich zusammengearbeitet habe, sondern auch eine Freundin", schrieb Halls weiter. Er hoffe, dass die "Tragödie" die Filmindustrie dazu bewege, "ihre Werte und Praktiken zu überarbeiten um sicherzustellen, dass nicht erneut jemand beim kreativen Prozess zu Schaden kommt".

Collage: Auto und Autofahrer

4.04 Uhr: Wichtige Gouverneurswahlen in den USA und Bürgermeisterwahl in New York

Im US-Bundesstaat Virgina findet am Dienstag die mit großer Spannung erwartete Gouverneurswahl statt, die als wichtiger Stimmungstest für Präsident Joe Biden und seine Demokratische Partei gilt. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem demokratischen Ex-Gouverneur Terry McAuliffe und dem Republikaner Glenn Youngkin voraus. Eine Niederlage McAuliffes im derzeit demokratisch regierten Virginia wäre eine schwere Schlappe für Bidens Demokraten - und ein schlechtes Vorzeichen für die Kongress-Zwischenwahlen im November kommenden Jahres. Eine Gouverneurswahl findet am Dienstag auch im Bundesstaat New Jersey statt. Dort hat der demokratische Amtsinhaber Phil Murphy gute Chancen auf eine Wiederwahl. Außerdem wählt die Millionenmetropole New York einen neuen Bürgermeister. Dort ist der Kandidat der Demokraten, der frühere Polizist Eric Adams, haushoher Favorit.

3.16 Uhr: Pentagon prüft Berichte über russische Truppenbewegung nahe der Ukraine

Das US-Verteidigungsministerium geht Berichten über neuerliche russische Truppenbewegungen nahe der Grenze zur Ukraine nach. Das Pentagon verfolge die Entwicklungen in der Region aufmerksam, erklärte dessen Sprecher John Kirby. Laut der "Washington Post" sind US-Regierungsvertreter beunruhigt über Bewegungen russischer Militäreinheiten nach der Grenze zur Ukraine. Im Internet verbreitete Videos zeigen Militär-Züge und mit Panzern und Raketen beladene Lkw-Konvois im Südwesten Russlands. "Wir kennen öffentliche Berichte über ungewöhnliche russische Militäraktivitäten nahe der Ukraine", sagte Kirby dazu. Washington stehe zu dem Thema mit seinen Verbündeten und Partnern im Kontakt. Die ukrainische Armee kämpft seit 2014 gegen pro-russische Separatisten im Osten des Landes. Der Westen wirft Russland vor, die Separatisten zu unterstützen, was die Regierung in Moskau bestreitet.

2.51 Uhr: Seebär-Baby von befahrener Straße nahe San Francisco gerettet

Ein Seebär-Baby, das sich auf eine Durchgangsstraße nördlich von San Francisco verirrt hatte, ist von der Polizei gerettet worden. Das sei kein "gewöhnlicher" Einsatz gewesen, teilte die Behörde auf Facebook mit. Zwei Polizisten hätten die kleine Robbe entdeckt, nachdem das Tier über eine Straße gewatschelt sei. Die Autofahrer hätten dabei mehrfach Zusammenstöße mit der Ohrenrobbe nur knapp vermeiden können, hieß es. Bilder zeigten das gerettete Tier am Straßenrand in dichtem Efeu. Das brachte ihm nun den Spitznamen "Ivy" ein. Der Seebär wurde in das Meeressäugerzentrum in Sausalito gebracht, wo das Jungtier zunächst beobachtet werden soll, wie der "San Francisco Chronicle" berichtete.

0.17 Uhr: Umfrage: SPD bleibt mit Abstand stärkste Partei

Die SPD ist nach einer aktuellen Insa-Umfrage weiterhin mit Abstand stärkste Partei. Im "Meinungstrend" des Instituts Insa für "Bild" liegt sie bei 27 Prozent. Das ist zwar ein Prozentpunkt weniger im Vergleich zur Umfrage der Vorwoche. Die Union steht allerdings unverändert bei 20 Prozent. Auch Grüne (16 Prozent) und Linke (5 Prozent) verändern ihre Werte nicht. Die FDP verliert einen halben Punkt und erreicht jetzt 13,5 Prozent. Die AfD gewinnt einen halben Punkt und steht jetzt bei 11,5 Prozent.

mad / nik AFP DPA

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