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Deutschland: Reisebüros drohen mit Service-Entgelt für Bahntickets

Hamburg - Auf Bahnfahrer kommen nach einem Bericht des stern möglicherweise neue Kosten zu. Hintergrund ist die Absicht der Deutsche Bahn AG, den Reisebüros, die Bahnkarten verkaufen, zum 1. Januar 2005 die Provisionen zu kürzen. Die Bahn will so die Vertriebskosten senken. Da die Reisebüros erklären, der Fahrkartenverkauf sei schon jetzt nicht rentabel, drohen sie, den Ticketverkauf einzustellen – oder ein Service-Entgelt zu erheben.

Bei Reisebüros des Tui-Touristikkonzerns muss der Bahnkunde schon seit längerem 2,50 Euro Aufschlag pro Fahrkarte bezahlen. Allerdings ist dies für Franchisepartner nur ein Richtwert. So verlangt die zum Tui-Konzern gehörende Bremer TQ3 Travel Solutions laut stern seit Anfang des Monats 12,50 Euro für jedes Ticket. Die Bahn betrachtet das Entgelt als "unglücklich, aber freie Entscheidung der Agenturen", so ein Sprecher zum stern. Gespräche zwischen Bahn und dem "Deutschen Reisebüro und Reiseveranstalter Verband" über die Provision verliefen ohne Ergebnis.

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