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Stelle werde "überflüssig": Bald nur noch Social-Media-Aufgaben? FDP will Dorothee Bär degradieren

Die FDP will Digitalstaatsministerin Dorothee Bär degradieren und in die Social-Media-Abteilung des Verkehrsministeriums versetzen. Ob die Stelle der CSU-Politikerin zuspreche, wagte ein Vertreter der Partei parallel allerdings zu bezweifeln.

Dorothee Bär - FDP - Degradierung

Geht es nach der FDP, soll sich Dorothee Bär künftig nur noch um die Social-Media-Aktivitäten des Verkehrsministeriums kümmern

Getty Images

Freuen wird sich Dorothee über diesen Vorschlag der FDP vermutlich nicht: Wie aus einem Antrag der Fraktion für die entscheidende Sitzung des Haushaltsausschusses zum Etat 2020 am Donnerstag hervorgeht, wollen die Freien Demokraten Bär (CSU) degradieren und in die Social-Media-Abteilung des Verkehrsministeriums versetzen. Bärs bisherige Stelle werde überflüssig, weil Kanzleramtsminister Helge Braun künftig alle Digitalisierungsthemen koordiniere. 

In der Social-Media-Abteilung könne Bär "künftig - zu dann angemessener Vergütung - weiterhin ihren bisherigen Aufgaben als erste Social-Media- und Instagram-Beauftragte der Bundesregierung nachgehen", heißt es in der Antragsbemerkung.

Bär soll auch deutlich weniger verdienen als bisher

"Ob die dann veränderte Tätigkeitsbeschreibung noch immer auf das Interesse der derzeitigen Stelleninhaberin stößt, wage ich allerdings zu bezweifeln", sagte FDP-Haushälter Otto Fricke der Deutschen Presse-Agentur. Entsprechend ihrer neuen Aufgabe sollte Bär auch vergütet werden, schlägt die Fraktion vor, und damit deutlich weniger verdienen als bisher. 

Bär ist auf mehreren Social-Media-Kanälen sehr aktiv, postet vor allem berufliches, aber gern auch mal Schnappschüsse etwa im Halloween-Kostüm.

mod / DPA