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Erklärung im Schloss Bellevue Wulff bleibt Bundespräsident

Nach langem Schweigen hat sich Bundespräsident Christian Wulff in der Affäre um seinen umstrittenen Hauskredit persönlich entschuldigt. Sein Amt wolle er weiterhin gewissenhaft fortführen.

Bundespräsident Christian Wulff bleibt im Amt. Dies sagte das deutsche Staatsoberhauot am Donnerstag in Berlin. In einer persönlichen Erklärung entschuldigte sich Wulff für seinen bisherigen Umgang mit der Kreditaffäre. Er bedauere die entstandenen Irritationen und nehme alle Vorwürfe sehr ernst. Alle Auskünfte seien erteilt worden, sagte Wulff. Auch seine Ferienaufenthalte bei Freunden habe er offengelegt. Er habe über 250 Einzelfragen jeder Art beantwortet. Der Bundespräsident sagte weiter, er wolle sein Amt weiterhin gewissenhaft fortführen. Dafür bitte er die Bürger um ihr Vertrauen. Der Bundespräsident erklärte weiter, private Freundschaften hätten seine Amtsführung nicht beeinflusst. "Dafür stehe ich."

Wulff steht wegen eines Privatkredits für einen Hauskauf sowie Urlaubseinladungen von befreundeten Unternehmern in der Kritik. Zudem war öffentlich geworden, dass der Unternehmer Carsten Maschmeyer eine Anzeigenkampagne für ein Buch Wulffs im Jahr 2007 finanzierte. Wulff äußert sich nur noch über seine Anwälte zu den Vorwürfen.

jwi/DPA/Reuters DPA Reuters

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