Der Irankrieg tobt weiter, ein baldiges Ende ist nicht in Sicht. US-Präsident Donald Trump ist unzufrieden mit der Rolle Großbritanniens. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Wichtige Updates
Lennard Worobic
Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- USA und Israel greifen weiter den Iran an, Teheran schlägt zurück.
- Irans getöteter Oberster Führer Ali Chamenei sollte eigentlich Mittwochabend beigesetzt werden. Das Staatsbegräbnis wurde offenbar verschoben.
- US-Präsident Donald Trump kritisiert Großbritannien und Premier Keir Starmer
- Bundesregierung zieht vorübergehend Botschaftspersonal aus Teheran ab
- Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigt weitere massive Angriffe auf den Iran an
- Das israelische Militär hat nach Angaben eines Militärsprechers erstmals die nationalen Ölreserven des Irans in Teheran angegriffen
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Lennard Worobic
Nach der Bombardierung eines Öllagers durch Israel hat sich der Himmel in Teilen Teherans verdunkelt. Dichte Rauchschwaden stiegen auf und verdüsterten am Morgen den bewölkten Himmel, wie auf Bildern zu sehen war und Augenzeugen berichteten.
Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim warnte vor gesundheitlichen Schäden durch Schwefel- und Stickoxide in der Atmosphäre, die in Verbindung mit Regen gefährlich werden könnten. In dem Fall sollten Einwohner nach Möglichkeit das Haus nicht verlassen.
Rauchschwaden eines amerikanisch-israelischen Angriffs auf eine Ölanlage sind am bewölkten Himmel Teherans zu sehen. Vahid Salemi/AP/dpa
Rune Weichert
Israels Militär: Auch iranische Ölreserven angegriffen
Das israelische Militär hat nach Angaben eines Militärsprechers erstmals die nationalen Ölreserven des Irans in Teheran angegriffen. Ein Militärsprecher sagt, dies sei ein Teil der Maßnahmen gegen Einrichtungen der iranischen Führung. Es seien etwa 30 Öltanks angegriffen worden. Nach Angaben des iranischen Staatssenders Irib bestätigen die Revolutionsgarden (IRGC) die Bombardierung einer Ölraffinerie im Süden der Hauptstadt. In sozialen Medien wurden Videos und Bilder aus Teheran geteilt, auf denen massive Flammen zu sehen sind. Als Reaktion sei die Ölanlage im israelischen Haifa mit Raketen beschossen worden, so die IRGC in einer Mitteilung.
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Lennard Worobic
Iran hat bei seinen Angriffen in den Golfstaaten nun auch eine wichtige Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser getroffen. Bei einem Drohnenangriff sei eine Anlage zur Wasser-Entsalzung beschädigt worden, teilt Bahrains Innenministerium heute mit. Es handle sich um „iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele“ richte.
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Lennard Worobic
Saudi-Arabien und Kuwait sind erneut Ziel von Angriffen geworden. Das saudische Verteidigungsministerium teilte in der Nacht auf der Plattform X mit, dass im Osten der Hauptstadt Riad sechs Drohnen abgefangen und zerstört worden seien. In Kuwait wurden Treibstofftanks des internationalen Flughafens des Landes Ziel von Drohnenangriffen, wie das Verteidigungsministerium auf X bekanntgab. Die Streitkräfte seien zur Abwehr der „Welle feindlicher Drohnen“ im Einsatz gewesen. Nähere Angaben machten die beiden Golfstaaten nicht.
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Lennard Worobic
US-Präsident Donald Trump hat die Einbindung von Kurden in den Irankrieg ausgeschlossen. Kurdische Kämpfer in der Region seien bereit dazu, aber er habe ihnen gesagt, dass er das nicht wolle, sagt Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One vor Journalisten. Die USA hätten eine gute Beziehung zu den Kurden, „aber wir wollen den Krieg nicht komplizierter machen, als er ohnehin schon ist“, sagt Trump.
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Lennard Worobic
Israels Armee hat ihre Angriffe auf die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon auch in dieser Nacht fortgesetzt. In den als Dahija bezeichneten südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut werde Infrastruktur der Miliz bombardiert, schreibt die Armee auf Telegram.
Kurz zuvor hatte sie nach eigenen Angaben in Reaktion auf einen Raketenbeschuss aus dem Libanon eine Abschussanlage der Schiiten-Miliz attackiert und zerstört.
Kurz zuvor hatte sie nach eigenen Angaben in Reaktion auf einen Raketenbeschuss aus dem Libanon eine Abschussanlage der Schiiten-Miliz attackiert und zerstört.
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Lennard Worobic
Trump teilt gegen Großbritannien aus: „Brauchen sie nicht mehr“
US-Präsident Donald Trump hat die aus seiner Sicht zu späte Bereitschaft zur Unterstützung durch den Verbündeten Großbritannien im Irankrieg kritisiert. Das Vereinigte Königreich, „unser einst großartiger Verbündeter“, erwäge nun ernsthaft, zwei Flugzeugträger in den Nahen Osten zu verlegen, behauptet Trump auf seiner Plattform Truth Social.
„Das ist OK, Premierminister (Keir) Starmer, wir brauchen sie nicht mehr – aber wir werden uns daran erinnern.“ Man brauche keine Leute, die sich erst dann an Kriegen beteiligten, wenn sie bereits gewonnen seien, kritisierte Trump.
Wie die BBC mit Verweis auf eine Quelle im Verteidigungsministerium mitteilt, wurde die Bereitschaftszeit für den Flugzeugträger „HMS Prince of Wales“ verkürzt. Eine Entscheidung über eine Verlegung in die Kriegsregion sei aber noch nicht getroffen worden.
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Lennard Worobic
Die Bundesregierung hat das Personal der deutschen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran nach erneut schweren Angriffen der USA und Israels vorübergehend im Ausland in Sicherheit gebracht. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin heißt es, das Personal sei aufgrund der Bedrohungslage temporär verlegt worden. Die Erreichbarkeit der Botschaft sei aber weiterhin gewährleistet. „Die temporäre Verlegung folgt einer Reduzierung, die bereits Mitte Januar vorsorglich erfolgte“, heißt es weiter.
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Rune Weichert
US-Präsident Donald Trump nimmt an der Überführung der sechs im Irankrieg gestorbenen US-Soldaten teil. Er reiste dafür zum Luftwaffenstützpunkt Dover im US-Bundesstaat Delaware, wo er auf die Familien der Gefallenen treffen soll.
Trump bezeichnet die gefallenen Soldaten bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Florida kurz zuvor als „großartige Helden“. Er verspricht in dem Zuge auch, dass die USA die Zahl der eigenen Toten in dem Krieg auf ein „Minimum“ begrenzen würden. Die sechs Soldaten wurden nach Angaben des US-Militärs alle in der ersten Woche des Krieges bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet.
Trump bezeichnet die gefallenen Soldaten bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Florida kurz zuvor als „großartige Helden“. Er verspricht in dem Zuge auch, dass die USA die Zahl der eigenen Toten in dem Krieg auf ein „Minimum“ begrenzen würden. Die sechs Soldaten wurden nach Angaben des US-Militärs alle in der ersten Woche des Krieges bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet.
US-Soldaten tragen eine mit einer US-Flagge bedeckte Transportkiste mit den sterblichen Überresten eines US-Soldaten, der bei einem iranischen Drohnenangriff auf eine Kommandozentrale in Kuwait getötet wurde. Mark Schiefelbein/AP/DPA
US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump nehmen an der Totenehrung für die im Irankrieg gegfallenen Soldaten teil. Mark Schiefelbein/AP/DPA
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Rune Weichert
Israels Militär: Auch iranische Ölreserven angegriffen
Das israelische Militär hat nach Angaben eines Militärsprechers erstmals die nationalen Ölreserven des Irans in Teheran angegriffen. Ein Militärsprecher sagt, dies sei ein Teil der Maßnahmen gegen Einrichtungen der iranischen Führung. Es seien etwa 30 Öltanks angegriffen worden. Nach Angaben des iranischen Staatssenders Irib bestätigen die Revolutionsgarden (IRGC) die Bombardierung einer Ölraffinerie im Süden der Hauptstadt. In sozialen Medien wurden Videos und Bilder aus Teheran geteilt, auf denen massive Flammen zu sehen sind. Als Reaktion sei die Ölanlage im israelischen Haifa mit Raketen beschossen worden, so die IRGC in einer Mitteilung.
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Rune Weichert
In Jerusalem sind erneut Explosionen zu hören gewesen. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichten von rund einem dutzend Detonationen. Die israelische Armee hatte zuvor iranische Raketenangriffe auf Israel gemeldet. Im Zentrum des Landes und im besetzten Westjordanland wurde Luftalarm ausgelöst. Nach Angaben des Rettungsdiensts Magen David Adom wurden zunächst keine Verletzten gemeldet.
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Rune Weichert
Netanjahu: Setzen Angriffe auf den Iran „mit all unserer Kraft“ fort
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigt weitere massive Angriffe auf den Iran an. Die israelische Armee werde den Krieg „mit all unserer Kraft“ fortsetzen, sagt Netanjahu in einer Fernsehansprache. „Wir haben einen systematischen Plan, um das iranische Regime auszulöschen und viele andere Ziele zu erreichen.“
Netanjahu sagt, dank der Angriffe durch israelische und US-Kampfjets „haben wir nahezu die vollständige Kontrolle über den Luftraum über Teheran erlangt“. Nach Angaben von Armeesprecher Effie Defrin führt das israelische Militär seit Kriegsbeginn rund 3400 Angriffe auf den Iran aus. Am Abend kündigt die Armee eine neue „Welle von Angriffen“ auf Teheran an.
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Rune Weichert
Über der US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Agabend nach Angaben aus Sicherheitskreisen mehrere Raketen abgefangen worden. "Vier Raketen wurden in Richtung der Botschaft abgefeuert", sagt ein Sicherheitsbeamter der Nachrichtenagentur AFP. Drei von ihnen seien abgefangen worden. Die vierte Rakete sei auf dem Luftwaffenstützpunkt der Botschaft eingeschlagen. Der Raketenangriff wird von zwei weiteren Sicherheitsbeamten bestätigt, wobei einer von ihnen angibt, dass alle vier Raketen von der Luftabwehr abgeschossen worden seien.
Auch in Erbil, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Irak, hörte ein AFP-Journalist eine Drohne und dann mindestens drei laute Detonationen. In der Stadt befindet sich ein großer US-Konsulatskomplex.
Auch in Erbil, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Irak, hörte ein AFP-Journalist eine Drohne und dann mindestens drei laute Detonationen. In der Stadt befindet sich ein großer US-Konsulatskomplex.
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Rune Weichert
Teheran ist am Abend erneut von heftigen Explosionen erschüttert worden. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP sah einen Feuerball und Rauch über dem Süden von Teheran. Iranische Medien berichten ebenfalls von Explosionen, außerdem war die Luftabwehr im Einsatz. Israel und die USA hatten zuletzt ihre Luftangriffe auf den Iran verstärkt.
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Rune Weichert
Ein Mann ist in Dubai nach Behördenangaben durch Trümmer eines von der Luftabwehr abgefangenen Geschosses getötet worden. Die Trümmer seien auf ein Fahrzeug gefallen, dabei sei der Fahrer ums Leben gekommen, teilen die Behörden mit. Der Mann stammte den Angaben zufolge aus einem asiatischen Land.
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DPA · AFP · Reuters
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