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"Sexistische FDP-Kampagne" Jörg Rupp entschuldigt sich für Anti-Suding-Tweet


Mit seinem Tweet, in dem er gegen "Titten statt Inhalte" im FDP-Wahlkampf in Hamburg wetterte, provozierte Grünen-Politiker Rupp einen Shitstorm. Jetzt entschuldigt - und erklärt - er seine Wortwahl.

Mit "Titten statt Inhalten" habe die FDP in Hamburg Wahlkampf betrieben, hatte der Grünen-Politiker Jörg Rupp am Abend nach der Bürgerschaftswahl auf Twitter geäußert. Er bezog sich auf FDP-Spitzenkandidatin Katja Suding, deren Partei in Hamburg 7,4 Prozent der Stimmen ergattert hatte.

Nun entschuldigte sich Rupp für seine Wortwahl in seinem Blog. "Da habe ich aber reingelangt", schrieb er. "Es ist nicht in Ordnung von 'Titten und langen Beinen' zu reden - das ist normalerweise nicht meine Wortwahl. Aber seit Wochen ärgert mich der Wahlkampf der Hamburger FDP. Nur als Stichwort: '3 Engel für Christian'."

Damit rekurriert Rupp auf ein medienwirksames Foto-Shooting Sudings mit dem Boulevard-Magazin "Gala", das stark an den Film "Drei Engel für Charlie" erinnerte.

"Ich empfand die FDP-Kampagne als sexistisch"

In Wahrheit sei es ihm darum gegangen, den vollen Körpereinsatz Sudings im Rahmen einer politischen Kampagne in Frage zu stellen. Gegenüber "Bild" erklärte er, was er meinte mit "Titten statt Inhalte":

"Ich habe mich über die FDP-Kampagne geärgert, die ich als sexistisch empfand. Ich wollte provozieren – das ging gründlich daneben. Ich habe Mist gebaut. Für diese Entgleisung bitte ich um Entschuldigung."

Rupp hatte mit seinem Tweet einen Shitstorm ausgelöst, der sich von den sozialen Netzwerken schnell auf die Medien ausgeweitet hatte.

jen

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