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Hamburg: Jedes Jahr eine Elphi - so teuer wäre der kostenloser Nahverkehr

Um der Luftverschmutzung in Deutschlands Großstädten entgegenzuwirken, erwägt die Regierung einen kostenlosen Nahverkehr. In Hamburg wurde dieser nun durchgerechnet - und dürfte für Schnappatmung gesorgt haben. 

Kostenloser öffentlicher Nahverkehr in Hamburg? Eine S-Bahn des HVV auf dem Weg nach Wedel

Der kostenlose öffentliche Nahverkehr in Hamburg wäre eine teure Angelegenheit. Dem städtischen Luftklima käme dieser Schritt allerdings zu Gute.

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Ein kostenloser öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) in wäre nach Angaben der Verkehrsbehörde extrem teuer. Der städtische Verkehrsverbund HVV erziele durch Fahrscheinverkäufe jährlich rund 830 Millionen Euro (2017). "Das ist in etwa eine 'Elphi' pro Jahr", sagte ein Sprecher. Diese Mittel müssten bei einem Gratis-Angebot zusätzlich vom Steuerzahler aufgebracht werden.

Die Elbphilharmonie ("Elphi") hatte knapp 800 Millionen Euro gekostet. Für mehr Luftreinheit in deutschen Städten erwägt der Bund zusammen mit Ländern und Kommunen einen kostenlosen öffentlichen , um die Zahl privater Fahrzeuge zu verringern.

Kostenloser Nahverkehr sprengt die Kapazitäten

Der HVV befördert jetzt schon jährlich rund 770,5 Millionen Fahrgäste. Sollten noch mehr hinzukommen, dürften sich Kapazitätsprobleme abzeichnen. Es sei nicht leistbar, umgehend mehr Busse und Bahnen in Fahrt zu bringen, sagte der Behördensprecher. Auch hierfür müsse zunächst die Finanzierung geklärt werden, darüber hinaus müssten die nötigen Fahrzeuge auch zur Verfügung stehen.

Für den Ausbau von U- und S-Bahnen sind zudem langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren zu durchlaufen. So wird in Hamburg das Vorhaben einer neuen nördlichen U-Bahn-Linie U5 derzeit zwar konkreter. Erste Bauarbeiten könnten - selbst wenn alles glatt läuft - nach Angaben der Betreiber aber erst 2021 starten.

sve/DPA
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