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Malteser: Rettungsaktion ist ein Wettlauf mit der Zeit

Die Hilfskräfte in Bad Reichenhall haben mit äußerst widrigen Bedingungen zu kämpfen. Nicht selten befinden sie sich in der eingestürzten Halle selber in höchster Gefahr.

Peter Volk, Sprecher der Malteser in der Region Traunstein, sagte der Nachrichtenagentur AP in einem Telefongespräch am Montagabend, die Bergung von Verletzten sei schwierig, "weil wir auch auf den Schutz und die Sicherheit der Rettungskräfte achten müssen".

Starke Unterkühlung bei den Opfern befürchtet

Voraussichtlich laufe die Rettungsaktion die ganze Nacht weiter. Gegenwärtig sei ein Großaufgebot von Helfern vor Ort im Einsatz. Um möglichst schnell an die Menschen, die noch unter dem Dach seien, heranzukommen, seien Spezialkräne - zum Teil auch aus Österreich - im Einsatz. Vor Ort steht der Hilfsorganisation zufolge auch ein 15-köpfiges Malteser Kriseninterventionsteam in Bereitschaft, dass die Angehörigen der Opfer seelisch betreuen soll. Eine Anlaufstelle für Angehörige sei bereits von der Polizei eingerichtet worden.

"Wir fürchten, dass unter den Toten und Verletzten viele Kinder sind. Für die Eltern, die ihre Kinder abholen wollten, ist das ein Schock", sagte Volk. "Unsere Helfer werden alles tun, um die Eltern zu trösten und emotional aufzufangen." Volk betonte, wer verschüttet worden sei, liege auf einer Eisfläche. "Deshalb stellen sich unsere Rettungskräfte nicht nur auf schwer verletzte, sondern auch auf stark unterkühlte Personen ein."

AP