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Nachwuchs für den SPD-Chef: Sigmar Gabriel will keine Babyfotos posten

Sein Vaterglück postete er via Facebook: Sigmar Gabriel freut sich über die Geburt seiner Tochter Marie. Fotos oder private Erlebnisse mit seinem Kind will der SPD-Chef jedoch nicht öffentlich machen.

Die frohe Nachricht verkündete er via Facebook: "Heute früh ist unsere kleine Marie in Magdeburg zur Welt gekommen. Mutter und Tochter geht es bestens. Wir sind überglücklich," postete der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel am Dienstagabend. Seine zweite Tochter Marie war am Dienstag früh in Magdeburg zur Welt gekommen. Wer am Morgen danach Babyfotos auf Gabriels Facebook-Seite erwartet hatte, wurde jedoch enttäuscht.

"Ich werde auf Facebook allerdings weder Babyfotos posten, noch täglich über mein schönstes Erlebnis mit Marie berichten", postete der stolze Vater am Mittwochmorgen. Seine Lebensgefährtin Anke Stadler, Zahnärztin aus Magdeburg, und er hätten verabredet, "dass wir uns unsere Privatsphäre bewahren wollen", erklärte Gabriel auf seiner Facebook-Seite. "Ich weiß: Bis zu einem gewissen Grad ist auch das Private politisch", so der 52-Jährige, "aber wir wollen uns die Definition dessen, was wir für uns für privat halten, nicht von anderen abnehmen lassen".

Für den SPD-Chef ist es das zweite Kind. Er hat bereits eine erwachsene Tochter. Seine Lebensgefährtin lernte er 2008 kennen. Gabriel ließ jüngst offen, wie intensiv er sich um sein Baby kümmern und ob er dafür auch eine politische Auszeit nehmen werde. Man könne ruhig davon ausgehen, dass diese persönliche Lebensplanung zwischen ihm und seiner Frau besprochen worden sei, sagte er im März vor Journalisten in Berlin. Das Ergebnis gehe aber die Öffentlichkeit nichts an. Gabriel reagierte damit auf die Aufforderung von Politikerinnen aus SPD und anderen Parteien, mit seiner Vaterrolle offensiv umzugehen.

kmi/DPA / DPA
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