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Parteitag in Bamberg: NPD und DVU planen Zusammenschluss

Die rechtsextremen Parteien NPD und DVU wollen sich zusammenschließen. Nach Angaben der beiden Vorsitzenden Udo Voigt und Matthias Faust soll die Entscheidung aber erst nach einer Mitgliederbefragung getroffen werden.

Die rechtsextremen Parteien NPD und DVU planen offenbar einen Zusammenschluss. Wie der Berliner "Tagesspiegel" vorab aus seiner Samstagsausgabe berichtete, sollen in beiden Parteien Mitgliederbefragungen mit dem Ziel einer Fusion stattfinden. Die beiden Vorsitzenden Udo Voigt (NPD) und Matthias Faust (DVU) bestätigten die Informationen, die am Rande des bis Samstag dauernden Programmparteitags der NPD in Bamberg bekannt wurden.

Die NPD hat dem Bericht zufolge nach aktuellen Erkenntnissen des Verfassungsschutzes etwa 6800 Mitglieder, die DVU noch 4500. Die NPD hatte im vergangenen Jahr den Anfang 2005 mit der DVU beschlossenen "Deutschlandpakt" gebrochen. In den Jahren zuvor hatten die beiden rechtsextremen Parteien darauf verzichtet, sich bei Wahlen auf Landes-, Bundes- und Europaebene Konkurrenz machen. Experten beobachteten zuletzt eine regelrechte Verdrängung der DVU durch die NPD. Laut "Tagesspiegel" sieht die DVU-Führung unter dem Vorsitzenden Matthias Faust offenbar keine Chance mehr auf eine eigenständige, halbwegs erfolgreiche Existenz im Schatten des deutlich agileren Konkurrenten NPD.

AFP/DPA / DPA