Regensburg Der Papst blockiert die Autobahn


Die Euphorie um den Papst-Besuch in Bayern hält auch am vierten Tag an: Zehntausende warten bereits seit den frühen Morgenstunden in Regensburg auf den Pontifex. Um den Ansturm zu bewältigen, wurde sogar die Autobahn gesperrt.

Mehrere zehntausend Pilger haben sich am frühen Dienstagmorgen mit Gebeten und Gesängen auf die Open-Air-Messe mit Papst Benedikt XVI. in Regensburg (10.00 Uhr) eingestimmt. "Es ist eine gute Stimmung draußen", sagte Bistumssprecher Max-Joseph Kronenbitter. Um Mitternacht seien schon 5000 Jugendliche zum Nachtgebet auf dem Gelände des Islinger Feldes gewesen. Zuvor war der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller durch die Reihen der Pilger in ihren Schlafsäcken geschritten. "Er hat ihnen Grüße vom Papst überbracht und eine gute Nacht gewünscht", sagte Kronenbitter.

Auch auf dem zur Bereitstellung von Parkraum bereits seit Mitternacht für den normalen Verkehr gesperrten Autobahnabschnitt der A 3 (Passau-Nürnberg) am Islinger Feld nahm der Pilgerzustrom am Morgen deutlich zu. "Ein Bus am anderen rauscht daher", sagte Kronenbitter. Der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen ist auf die Beförderung von etwa 90.000 Pilgern in 1800 Bussen eingestellt. Zu Behinderungen sei es zunächst noch nicht gekommen, sagte ein Polizeisprecher. "Das Ganze läuft sehr geordnet ab."

Zu der Eucharistiefeier mit Papst Benedikt XVI., der am Montagabend unter Glockengeläut und dem Jubel der Bevölkerung Regensburg erreichte, werden mehr als 250.000 Gläubige erwartet.

Signal für Ökumene erwartet

Nach der Messe steht für Joseph Ratzinger unter anderem ein Gespräch mit Wissenschaftlern aus ganz Bayern in der Universität an. Dort hatte Ratzinger bis 1977 Dogmatik gelehrt. Mit Spannung wird die ökumenische Vesper am Abend im Regensburger Dom erwartet, bei der Papst Benedikt die Predigt hält und der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich ein Psalmgebet vorträgt. Nachdem der Papst zum Auftakt seines Besuchs zugesagt hatte, sich "mit Herz und Verstand" um das Zusammenkommen der Kirchen zu bemühen, erwarten vor allem die evangelischen Christen ein Signal für die Ökumene.

DPA DPA

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