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Warnemünde: Kapitän Merkel auf der Brücke

Angela Merkel hat sich in Warnemünde vom ordnungsgemäßen Zustand der deutschen Marine überzeugt - schließlich sollen einzelne Marine-Einheiten die UNIFIL-Truppen im Libanon unterstützen. Ihr Auftritt war nicht ohne unfreiwillige Komik.

Die Marine sei bereit, die Truppe gut motiviert - Bundeskanzlerin Angela Merkelt zeigte sich bei ihrem Besuch in Rostock am Donnerstag hoch zufrieden. Sobald die politischen Voraussetzungen geklärt seien, könnte die Marine den UNIFIL-Truppen helfen, die Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah zu überwachen.

Merkel besichtigte in Rostock ein U-Boot und stach mit der Fregatte "Sachsen" probeweise in See. Die "Sachsen" - Länge: 143 Meter, Besatzung: 255 Mann - könnte vor der libanesischen Küste eingesetzt werden. Das Schiff ist dank seiner Waffen- und Radarsysteme vor allem für den Verbandsschutz und die Luftabwehr geeignet. Die Marine verfügt über insgesamt 15 Fregatten unterschiedlicher Typen.

Lang geplante Visite

Ihr Besuch sei bereits vor der Bundestagswahl 2005 geplant gewesen, betonte Merkel. Sie habe sich nun über die Fähigkeiten der Marine informieren wollen. Die "Sachsen" nimmt derzeit an einem Manöver des Standard Einsatzausbildungsverbandes Flotte (SEF) in der Ostsee teil. Vor der Ausfahrt hatte Merkel ein U-Boot des neuen Typs 212A besichtigt.

DPA/DPA
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