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"heute wichtig" 25 Unschuldige wegen Kindesmissbrauchs angeklagt: Der Justizskandal der Wormser Prozesse

Wormser Prozesse: Eltern sollen ihre Kinder missbraucht haben
Eltern sollen ihre eigenen Kinder missbraucht haben. Dabei waren die Angeklagten unschuldig – und wurden am Ende der Wormser Prozesse freigesprochen.
© Patrick Pleul/zb / DPA
Unschuldig vor Gericht – diesen Horror erlebten in den 90er-Jahren 25 Menschen, die wegen angeblichen Kindesmissbrauchs angeklagt waren. Den Missbrauch gab es nie, doch das Stigma haftet ihnen noch heute an.

Von 1994 bis 1997 standen 25 Personen aus Worms und Umgebung vor Gericht, die wegen des massenhaften Kindesmissbrauchs angeklagt worden waren. Es standen vor allem Eltern vor Gericht, die sich an ihren eigenen Kindern vergangen haben sollen, und deren Familien deshalb auseinandergerissen wurden. Die alle unschuldig waren – und anschließend freigesprochen wurden.

Doch der Makel dieses Prozesses klebt noch heute an vielen Familien, erzählt Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen im Podcast "heute wichtig". Sie hat die Prozesse damals verfolgt und sagt: "Wenn man in einem solchen [Missbrauchs-]Prozess mal angeklagt wird – der klebt lebenslang an einem. Und die Leute sagen, irgendwas wird schon dran gewesen sein. Aber hier war wirklich gar nichts dran." Der ganze Fall wurde in der preisgekrönten Serie "Ferdinand von Schirach – Glauben" aufgearbeitet, zu sehen auf der neuen Plattform RTL+. 

Michel Abdollahi
© TVNOW / Andreas Friese

Podcast "heute wichtig"

Klar, meinungsstark, auf die 12: "heute wichtig" ist nicht nur ein Nachrichten-Podcast. Wir setzen Themen und stoßen Debatten an – mit Haltung und auch mal unbequem. Dafür sprechen Host Michel Abdollahi und sein Team aus stern- und RTL-Reporter:innen mit den spannendsten Menschen aus Politik, Gesellschaft und Unterhaltung. Sie lassen alle Stimmen zu Wort kommen, die leisen und die lauten. Wer "heute wichtig" hört, startet informiert in den Tag und kann fundiert mitreden.

Ungewöhnliche Maßnahmen gegen Fachkräftemangel 

Immer mehr Unternehmen klagen über Fachkräftemangel. In einer Studie der Bertelsmann-Stiftung gaben 66 Prozent der befragten Unternehmen an, nicht genügend Personal mit Berufsausbildung zu haben, besonders betroffen ist der Gesundheits- und Pflegebereich. Um neue Mitarbeitende zu gewinnen, lassen sich Firmen daher immer ungewöhnlichere Maßnahmen einfallen, sagt Arbeitsmarktexpertin Frauke Holzmeier. So gäbe es in Thale in Sachsen-Anhalt etwa ein Berufs-Speeddating, bei dem Bewerber:innen mit verschiedenen Arbeitgeber:innen Seilbahn fahren, um sich kennenzulernen. Auch Firmenwägen gäbe es immer öfter zum Job dazu. Doch solche Angebote seien auch nicht neu, sagt Holzmeier, und bislang hätten sie keinen Erfolg gezeigt. 

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cl

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