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"heute wichtig" Fake-News: Sieben von zehn Posts über Merkel sind teilweise oder ganz falsch

Angela Merkel schaut im Bundestag auf ihr Smartphone
Ein Großteil der Posts über Angela Merkel sind zumindest teilweise falsch, sagt die Psychologin Barbara Costanzo. Sie wünscht sich mehr Zivilcourage im digitalen Raum. 
© Sean Gallup / Getty Images
Wer steckt hinter falschen oder verleumderischen Posts in sozialen Medien? Im Podcast erklärt eine Expertin, welche Rolle sogenannte Bots spielen – und was man gegen Hass im Netz tun kann. 

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"Sieben von zehn Posts über Angela Merkel sind zumindest teilweise falsch", sagt Barbara Costanzo im Podcast "heute wichtig". Die Psychologin verantwortet den Bereich "Social Engagement" bei der Deutschen Telekom und analysiert auch, woher Falschmeldungen und Hassnachrichten kommen. Immer mehr fällt ihr auf, dass Fake-News von sogenannten Bots produziert werden – also von programmierten Systemen, die automatisch "Likes" setzen, kommentieren oder ganze Posts. Das führt dann dazu, dass ein Post mit vielen Likes glaubwürdig erscheint, obwohl er keiner realen Person gefällt.  

Mehr Zivilcourage

Damit aus den sozialen, keine asozialen Netzwerke werden, müssten auch die sogenannten "Mitleser:innen" etwas tun, so Costanzo. "Ich wünsche mir, dass Menschen aufstehen. Ich wünsche mir, dass Menschen Zivilcourage zeigen und es nicht einfach hinnehmen, dass die digitale Welt, die immense Vorteile für uns alle hat, so manipuliert wird und so verdreckt wird, dass wir uns dort nicht wohlfühlen." 

Michel Abdollahi
© TVNOW / Andreas Friese

Podcast "heute wichtig"

Klar, meinungsstark, auf die 12: "heute wichtig" ist nicht nur ein Nachrichten-Podcast. Wir setzen Themen und stoßen Debatten an – mit Haltung und auch mal unbequem. Dafür sprechen Host Michel Abdollahi und sein Team aus stern- und RTL-Reporter:innen mit den spannendsten Menschen aus Politik, Gesellschaft und Unterhaltung. Sie lassen alle Stimmen zu Wort kommen, die leisen und die lauten. Wer "heute wichtig" hört, startet informiert in den Tag und kann fundiert mitreden.

Keine China-Strategie 

Außerdem geht es im Podcast um die deutsche Außenpolitik. "Das Verhältnis Europäische Union, USA und China – das ist in meinen Augen die größte Herausforderung. Hat im Moment überhaupt keine Rolle gespielt", sagt die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im "heute wichtig"-Interview. Aus ihrer Sicht haben die Parteien aus Angst das Thema EU im Wahlkampf weitestgehend ausgelassen.  

Mit Blick auf den Wahl-Sonntag ist für Leutheusser-Schnarrenberger nur eins klar: es wird keine GroKo geben, ansonsten sagt sie: "Ich glaube, jede Dreierbildung ist ein Wechsel und ein Aufbruch." Aus ihrer Sicht wird der Klimawandel uns allen mehr abverlangen und das müssten die Parteien offen und ehrlich so auch kommunizieren.  

rw

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