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"heute wichtig" Generation Corona: Wie es den Kindern in der Pandemie geht und wie Eltern helfen können

Kinder in der Pandemie: Was bedeutet es, unter Corona aufzuwachsen?
Für Kinder gehört der Mund-Nasen-Schutz im Klassenraum mittlerweile zum Schulalltag. Dass der Unterricht noch in den Schulen stattfindet, ist aber nicht selbstverständlich.
© Jens Büttner / DPA
Kaum jemand leidet so unter der Pandemie, wie Kinder und Jugendliche. Dabei hört man oft, dass sie noch viel Zeit hätten, das Verpasste nachzuholen. Der Kinder- und Jugendpsychiater Oliver Dierssen erkärt, wieso das falsch und feige ist, und wie Eltern ihren Kindern und sich selbst helfen können.

Schulen auf, Schulen zu. Spielplatz auf, Spielplatz zu. Kinder angeblich wichtig, Kinder irgendwie doch nicht mehr so wichtig. Die Corona-Politik der vergangenen zwei Jahre war vor allem eine von Erwachsenen für Erwachsene. Kinder und Jugendliche spielten dabei eine eher kleinere Rolle, oder wenn, dann um Maßnahmen zu beschließen, damit sie ihre Eltern nicht anstecken. Das traurige Ergebnis: 2021 litten laut Studien doppelt so viele Kinder und Jugendliche an Depressionen und Angststörungen, wie vor der Pandemie.

Das bestätigt auch der Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Oliver Dierssen, der in den vergangenen anderthalb Jahren so viel zu tun hatte, wie noch nie. Er erklärt, mit welchen Belastungen Kinder in der Pandemie zu kämpfen haben – und was Eltern tun können, um ihnen dabei zu helfen. "Es gibt ja nach wie vor die große Debatte: Haben Schulschließungen den Kindern gutgetan, oder nicht? Aber diese Debatte greift zu kurz. Es gab eine ganz große Lebensveränderung für Kinder und Erwachsene. Und diese Lebensveränderung hat einen sehr großen Preis gefordert", so Dr. Dierssen. 

 

Michel Abdollahi
© TVNOW / Andreas Friese

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Klar, meinungsstark, auf die 12: "heute wichtig" ist nicht nur ein Nachrichten-Podcast. Wir setzen Themen und stoßen Debatten an – mit Haltung und auch mal unbequem. Dafür sprechen Host Michel Abdollahi und sein Team aus stern- und RTL-Reporter:innen mit den spannendsten Menschen aus Politik, Gesellschaft und Unterhaltung. Sie lassen alle Stimmen zu Wort kommen, die leisen und die lauten. Wer "heute wichtig" hört, startet informiert in den Tag und kann fundiert mitreden.

100 Sekunden vor der Apokalypse

Diese Messung zeigt die sogenannte Weltuntergangsuhr an, die vor 75 Jahren von der US-Künstlerin Martyl Langsdorf entworfen wurde. Ursprünglich erfand Langsdorf die Uhr für ein Titelblatt einer Fachzeitschrift von Atom-Wissenschaftler:innen, um kurz nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki zu zeigen, wie groß die Gefahr durch die neue Waffentechnik sei. Den Wissenschaftler:innen gefiel die Idee aber so gut, dass sie seither jedes Jahr den Stand des Minutenzeigers neu bewerten.

Am heutigen Donnerstag ist es wieder soweit. Angesichts des Klimawandels, atomarer Aufrüstung, digitaler Falschinformationen und, na klar, der Corona-Pandemie, machen die Wissenschaftler:innen aber wenig Hoffnung: Die Gefahr, dass der Mensch sich ausrotte, sei so groß wie nie, erklärten sie im Vorfeld. Schon 2020 hatten sie die Gefahren für die Menschheit als so groß eingeschätzt, dass sie erstmals die Zeit bis zum Ende in Sekunden, statt in Minuten, rechneten: 100 Sekunden vor Mitternacht. Dieses Jahr könnten aber nochmal ein paar Sekunden verloren gehen. 

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cl

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