A-Rosa Kitzbühel Super-Star am Wellnesshimmel


Es ist das neue Highlight eines der mondänsten Wintersportorte der Alpen: das A-Rosa Kitzbühel. Im Stil eines Tiroler Schlosses erbaut, liegt das neue Hotel-Resort eingebettet zwischen Wildem Kaiser und Pass Thurn.
Von Klaus Bellstedt und Gernot Kramper

Mit dem riesigen Bau inmitten eines eigenen Neun-Loch-Golfplatzes hat Kitzbühel im ewigen Rennen um die größte Noblesse in den Alpen einen gewaltigen Schritt nach vorn gemacht. Angesichts der Gestaltung im Burgen-Look mag es den Architektur-Kritiker grauen. Zugbrücken, schartenähnliche Fenster und mittelalterliche Kandelaber erinnern an ein Themen-Hotel im Stil von Las Vegas. Doch den Gästen wird es gefallen. Kitzbühel ist ein ausgesprochen mondäner Ski-Ort und die Welt der Skitouristen erstreckt sich seit langem auch weit nach Ost-Europa. Zurückhaltung in Design-Fragen ist dann nicht unbedingt angesagt. Tatsächlich passt das neu erbaute Schloss weit besser zum Ort, als man erwarten kann. Anders als die meisten Skiorte, die sich nur als Bebauungsklumpen an einer Passstrasse festgesetzt haben, verfügt Kitzbühel über einen weitgehend geschlossenen mittelalterlichen Stadtkern, der zum stilvollen Bummeln und Shoppen einlädt. Fällt von hier der Blick auf das A-Rosa, gibt man sich gern der Illusion hin, die Wellness-Feste habe das Tal schon seit Jahrhunderten beschirmt.

Jungbrunnen für den Traditionsort

Renate Danler, Geschäftsführerin von Kitzbühel Tourismus, kennt die Bedeutung der neuen Edel-Herberge. "Kitzbühel hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2010 die Leittourismusdestination in den Alpen zu werden." Das könne nur erreicht werden, wenn die Gamsstadt sich zur Ganzjahresattraktion entwickele. "Mit dem neuen A-Rosa Resort wurde ein Ganzjahresbetrieb (300 Betten, 100 Zimmer, 50 Suiten) geschaffen, der sich in Kitzbühel zum Leitbetrieb entwickeln kann. Das A-Rosa wird mit seinem Konzept ganz neue Gästeschichten ansprechen." Mit dem A-Rosa festigt Kitzbühel seinen Ruf als Edel-Destination. Fast 50 Prozent aller Gästebetten sind in Kitzbühel in 4- und 5-Sterne Hotels angesiedelt. Hinzu kommt, dass Kitzbühel einen hohen Anteil an Zweitwohnsitzen besitzt. Viele Prominente "Gäste" nächtigen in den eigenen vier Wänden. Auch im Marketing sind die Erwartungen an das A-Rosa hoch, die A-Rosa-Gruppe gehört nicht zu den Stillen im Lande, sondern ist dafür bekannt, die gewünschte Zielgruppe aktiv anzusprechen. Gute Voraussetzungen also, Kitzbühel als "Best of the Alps" zu positionieren.

Maximale Wellness-Burg

Um diesen Erwartungen gerecht zu werden, setzt das A-Rosa Kitzbühel innen konsequent auf Superlative. Vor allem derjenige, der auf Wellness, Totalerholung oder Spa (Sie wissen schon: sanus per aquam "gesund durch Wasser") steht, ist im A-Rosa bestens aufgehoben. Schon mal etwas von japanischer Lulur-Behandlung oder hawaiianischer Lomi-Lomi-Nui-Massage gehört? Der 3.000 Quadratmeter große Spa-Bereich - Prunkstück des neuen Prachtbaus - bietet augenscheinlich alles, was Körper und Seele in Einklang bringt. Die Dimensionen sind so stattlich, dass dieser Bau endlich den weitläufigen antiken Vorbildern Paroli bieten kann.

Ebenfalls eindrucksvoll: die acht verschiedenen Saunen, der Innen- und Außenpool sowie die großzügig gehaltene Cardio- und Gerätearea. Und wer sich nicht alleine zur Entdeckungstour durch den Fitnessbereich aufraffen kann, dem steht (natürlich) der obligatorische Personal Trainer zur Verfügung - Schweiß- und Schwitzgarantie inklusive.

Die Zimmer und Suiten im A-Rosa Kitzbühel sind dezent puristisch und damit fast schon stylisch eingerichtet. Alle Zimmer und Suiten verfügen, je nach Kategorie, über Loggia, Balkon, Erker oder eine Gaube. Schwer fällt es einem, das Bad zu verlassen oder andersherum ausgedrückt: Wer ein Faible für stilvolles und exklusives Badezimmer-Interieur hat, kommt auf seine Kosten. Beheizter Steinfußboden, Glas soweit das Auge reicht und eine Dusche, die guten Gewissens als Erlebnisdusche bezeichnet werden kann. Dazu läuft im Hintergrund leiser Cafe-del-Mar-Sound. So wird jede Rasur zu einem Ereignis.

Wer es dann doch geschafft hat, sein Zimmer zu verlassen, dem stehen im A-Rosa Kitzbühel zwei Restaurants von unterschiedlicher kulinarischer Ausprägung zur Verfügung. Das "Kaps" bietet eher feinere Kreationen in edlem Ambiente an, wohingegen im "Marktrestaurant" Front-Cooking-Atmosphäre angesagt ist. Das macht das Abenddiner lockerer, entspannter. Die Macher an den Töpfen und Pfannen verfolgen allesamt ein Ziel: Auf dem Teller des Gastes soll ausschließlich genussvolles Gesundes landen, wobei die Kombination aus beidem die eigentliche Herausforderung für jeden Koch darstellt. Stichwort: Lifestylefood, im A-Rosa scheint das zu klappen.

Keine Frage, im neu erbauten Hotel-Ressort kann (so denn der Geldbeutel die nötige Dicke aufweist) auf höchstem Niveau geurlaubt werden. Doppelt Spaß und so richtig Sinn macht das Einbuchen in dem High-Class-Haus aber eigentlich erst, wenn es an einen Skiurlaub gekoppelt ist. Die fantastische Aussicht vom A-Rosa Kitzbühel auf den Hahnenkamm mit seiner legendären Streif lässt jedenfalls das Herz jedes Schnee- und Skiverrückten höher schlagen.

Schneesicher auf Almhöhe

Eines der schönsten und mondänsten Skigebiete der Alpen erstreckt sich über eine Fläche von 130 Quadratkilometern mit 59 km blauen, 69 km roten und 20 km schwarzen Pisten. In der nahen Skischule kann jeder lernen, die weltberühmte Streif mehr oder weniger elegant zu meistern, Tiefschnee - und Off-Piste-Strecken lassen sich unter professioneller Führung entdecken. Boarder und Carver dürften sich in Kitzbühel genauso wohl fühlen wie Big-Foot-Freaks oder Telemark-Exoten. "Wir haben keine Steine auf den Pisten wegen der Grasberge und brauchen deswegen wenig Schnee für perfekten Skispaß ", schwärmt Isabella Wambacher von Kitzbühel Tourismus. "Für den Sportler haben wir viele steile Pisten, natürlich auch die Streif. Aber keiner steht bei uns am Point-Of-No-Return. Rundum gibt es immer eine Familienvariante, wenn man müde oder nicht so geübt ist!", sagt sie und stürzt sich wagemutig in die Tiefe. Für die anderen gibt es - nun ja - die Familienabfahrt.

Schauder in der Gondel

Und es tut sich immer mehr: Pünktlich zur neuen Saison hat die nagelneue Panoramabahn, die die Kitzbüheler Nachbarregion Hollerbach/Mittersil mit dem Skigroßraum Kitzbühel verbindet, ihren Betrieb aufgenommen. Die S3, eine Dreiseilbahn gibt, überwindet die große Schlucht, damit sind zwei Skigebiete jetzt eng zusammen gewachsen. Früher musste man mit der Abfahrt ins Tal, dann in den Bus und auf der anderen Seite wieder hinauf. Jetzt schaukelt man behaglich und mit grandioser Aussicht von Bergrücken zu Bergrücken. Durch den verglasten Boden blickt man 400 Meter nach unten ins Tal. Das ist nicht nur bequem, es erhöht die Gesamtkapazität des Gebiets enorm.

Großzügiges Angbot für Einsteiger

Für mehr Schneesicherheit und weitere beschneite Pistenkilometer wird darüber hinaus an den Hängen des Skigebietes derzeit einer der größten Speicherseen Österreichs für eine Schneeanlage naturnah angelegt. Dabei muss Kitzbühel-Qualität nicht unbedingt teuer sein, sagt Dr. Georg Hechenberger, BAG-Vorstand. "Wir haben auch ein paar Spezialitäten im Angebot. Wir sind das einzige Skigebiet in Österreich, das alle Übungslifte im Tal frei zugänglich gemacht hat. Ohne Eintritt, Karte oder Pass. Wenn man so will, sind das elf Prozent unser Anlagen. For free. Das ist ein Mehrwert, den jeder bekommt. Es gibt eine Gruppe, die erst mal testen wollen. Familien mit Kindern, Senioren, die wieder einsteigen. Die sollen nicht gezwungen werden, sofort ein Pass zu kaufen. Sechs Lifte sind woanders schon ein ganzes Ski-Gebiet."

Dass die Arbeit am Berg nie aufhören wird, weiß auch er: "Auch in den kommenden Jahren wir die Bergbahn AG Kitzbühel in Modernisierung der Anlagen und Schneesicherheit investieren. Unser Ziel ist schließlich weiterhin beste Qualität." Die ist eigentlich auch ohne Beschneiungsanlagen bis weit in das Frühjahr hinein gesichert. Denn was die Wenigsten wissen: Die nur 800 Meter hoch gelegene Region Kitzbühel liegt in einer Nordwest-Staulage, wodurch bis ins Tal hinab jede Menge Schnee fällt. Da die Berge hier bis 2000 Meter Höhe eine Grasdecke haben, genügt aber schon eine vergleichsweise geringe Schneehöhe, um ausgezeichnet Skifahren zu können.


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