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Funkkontakt verloren Ägyptisches Verkehrsflugzeug löst Einsatz deutscher Kampfjets aus

Deutscher Kampfjet vom Typ «Eurofighter Typhoon»
Deutscher Kampfjet während einer NATO-Übung
© Mindaugas Kulbis/ap/DPA
Ein fehlender Funkkontakt zu einer ägyptischen Maschine hat die Deutsche Flugsicherung auf den Plan gerufen. Kampfjets stiegen auf. Die wiederum verunsicherten zahlreiche Menschen.

Ein ägyptisches Verkehrsflugzeug aus dem Badeort Hurghada am Roten Meer hat am frühen Freitagabend einen Einsatz der Luftwaffe ausgelöst. Wie ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS) am Samstag mitteilte, war der Funkkontakt zu der Maschine zeitweise unterbrochen. Die Maschine war zum nordrhein-westfälischen Münster unterwegs. Daraufhin habe die Flugsicherung das Lagezentrum der Luftwaffe informiert.

Die Bundeswehr setzte Abfangjäger ein, die der verdächtigen Maschine folgten. Ein Bundeswehr-Sprecher bestätigte am Samstag das Aufsteigen der sogenannten Alarmrotte.

Eingreifen mussten die Abfangjäger aber den Angaben der Flugsicherung zufolge nicht. Bis sie die ägyptische Maschine erreichten, sei bereits wieder ein Funkkontakt zustandegekommen, sagte der Sprecher. Das Flugzeug sei sicher in Münster gelandet. Als eine mögliche Ursache des Kontaktausfalls wurde genannt, dass der Pilot eine falsche Funkfrequenz eingestellt haben könnte.

Überschallknall der Jets erschreckte Menschen

Laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks riefen zahlreiche Menschen im nördlichen Bayern bei der Polizei an, weil sie durch den lauten Überschallknall der Kampfjets aufgeschreckt wurden. Dieser sei mehr als hundert Kilometer weit zu hören gewesen. Betroffen war vor allem der Raum Würzburg. Viele der Anrufer seien von einer Explosion ausgegangen, hieß es.

In Hurghada hatte ein Mann zuvor einen Messerangriff auf Touristen am Strand des Badeortes verübt. Dabei wurden zwei deutsche Urlauberinnen getötet. Es gab zudem vier Verletzte. 

Auf den Einsatzbefehl für die Jets habe das aber keinen Einfluss gehabt, sagte ein Sprecher der Luftwaffe. Es habe sich um ein "Routinemanöver" gehandelt.

ikr AFP DPA

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