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Pannenflughafen: Von 3000 auf 30 "technische Risiken" - so geht's am BER voran

Von einst 3000 "technischen Risiken" sollen "nur" noch etwa 30 am neuen Hauptstadtflughafen BER bestehen. Die Verantwortlichen kündigen an, bald einen Eröffnungstermin ankündigen zu wollen.

Noch herrscht Leere in den Terminals des Hauptstadtflughafens BER - doch die Arbeiten gehen offenbar voran (Archivbild)

Noch herrscht Leere in den Terminals des Hauptstadtflughafens BER - doch die Arbeiten gehen offenbar voran (Archivbild)

In dem noch nicht fertiggestellten Fluggastterminal des neuen Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld bestehen derzeit etwa 30 "technische Risiken" von vormals 3000. Diese Zahl nennt die Berliner Senatsverwaltung für Finanzen in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des Grünen-Senatsabgeordneten Andreas Otto.

"Einzelne Maßnahmen und Mängelbeseitigungen" würden gegenwärtig "seitens der Firmen und der Objektüberwachung" abgearbeitet. Von den Türen im Terminal seien inzwischen 80 Prozent voll funktionsfähig, die übrigen würden "überwiegend bis Jahresende in Betrieb gesetzt".

BER-Eröffnung schon sechs Mal verschoben

Wegen Planungsfehlern, Baumängeln und Missmanagement wurde der Start des drittgrößten deutschen Flughafens seit dem Baubeginn 2006 schon sechs Mal verschoben. Jetzt soll am 15. Dezember ein Eröffnungstermin bekanntgegeben werden. Das kündigten Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider und Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup am Freitag nach einer Sitzung des Kontrollgremiums an. Lütke Daldrup sagte, die Absprachen mit den Baufirmen seien so weit gediehen, dass er dann in einer Sondersitzung des Aufsichtsrats ausführlich zum Terminrahmen vortragen könne. Eine Inbetriebnahme des  vor dem Spätsommer 2019 gilt als ausgeschlossen. "Wir wollen die Kiste rocken", zeigte sich Bretschneider bezüglich der ausstehenden Arbeiten selbstbewusst.


Aktuell betragen die monatlichen Unterhaltskosten für den Bau nach Angaben der Finanzverwaltung 10 bis 13 Millionen Euro. Hierin seien unter anderem Kosten für Bauherrenleistungen, Projektsteuerung, Bauüberwachung, Ausführungsplanung und Baustellensicherheit enthalten. Für die Brandmeldeanlagen sei die Steuer-Software weitgehend installiert. Weiter heißt es: "Fast 90 Prozent der maschinellen Entrauchungsszenarien sind zum 1.11. einreguliert."


wue/DPA

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