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Kritik auf Twitter: CSU-Politikerin Bär wettert gegen die Bahn – und wird dann selbst verspottet

Das ging nach hinten los: CSU-Politikerin Dorothee Bär beschwert sich auf Twitter über die Deutsche Bahn. Doch statt Mitleid zu bekommen, steht sie kurz darauf selbst im Kreuzfeuer von Spott und Häme.

Tweet von Dorothee Bär

Manchmal sind Twitter-User gnadenlos. Das bekam nun auch CSU-Politikerin Dorothee Bär zu spüren ...

Ausrufezeichen und Großbuchstaben werden im Internet ja gerne als Schreien oder mindestens als Ausruf mit Nachdruck verstanden. Von diesem Stilmittel hat nun auch die deutsche Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär Gebrauch gemacht. Weil sie über ihre Zugreise offenbar mächtig sauer war, zückte die CSU-Vizechefin ihr Smartphone und verfasste auf Twitter eine Beschwerde in Richtung der Deutschen Bahn.

Das alles passierte am Mittwochnachmittag. Mit einem Foto ihrer schwarzen Schuhe, die sie gegen einen Mülleimer eines ICE-Zuges stemmt, schrieb Bär unter anderem: "Wenn der Platz, den Du reserviert hast (mal wieder!) nicht da ist, weil (erneut!) der zweite Zugteil fehlt, dann nervt das langsam." Dazu sei auch noch die Klimaanlage ausgefallen.

Twitter-User machen sich über Dorothee Bär lustig 

Fast jeder Deutsche, der schon öfter mit der Bahn gereist ist, kann von solchen Ereignissen berichten. Zugausfälle, zu heiße Zugabteile und Fehler bei Reservierungen beschäftigen täglich tausende Bahnreisende. Und nicht wenige sehen die Politik in der Pflicht. Deshalb hatten wohl auch nur wenige Twitter-User Verständnis für Bärs Rüffel gegen die Deutsche Bahn. Viele machten sich stattdessen offen über die CSU-Politikerin lustig. So merkte dieser User zum Beispiel an, dass ausgerechnet die CSU – die Partei von Bär – seit fast zehn Jahren das Verkehrsministerium anführt.

Dieser User hingegen machte darauf aufmerksam, dass die Deutsche Bahn doch zu 100 Prozent dem Bund gehöre. In Richtung der Digitalministerin fügte er deshalb flapsig an: "Vielleicht ließe sich da ja was machen..."

Und dieser aufmerksame Twitter-User unterstellt der CSU-Politikerin sogar eine Art Mitschuld an der Misere. Schließlich sei sie selbst ein paar Jahre Staatssekretärin im Verkehrsministerium gewesen.

Schlichtungsversuch der Bahn scheitert

Einem Twitter-Dialog mit dem Social-Media-Team der Bahn ging die Staatsministerin auf Twitter gekonnt aus dem Weg. Sie wollte – vielleicht auch aus Sicherheitsgründen – zumindest keine Angaben zu ihrer Zugverbindung machen.

Und zu guter Letzt bekam dann natürlich auch noch die Deutsche Bahn selbst ihr Fett weg.

"Seit wann gibt es Netz? In einem Zug??" – dieser User fand es eigenartig, dass Frau Bär überhaupt Empfang in einem ICE-Zug hatte.

Digitalministerin: Twitter-Interview: Wann gibt es schnelles Internet für alle, @DoroBaer?
hh

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