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Ferienbeginn im Süden: Am Wochenende drohen Mega-Staus

Reisende müssen sich zum Ferienbeginn an diesem Wochenende im Süden auf dichten Reiseverkehr und Hochbetrieb auf den Flughäfen einstellen. Der ADAC erwartet auf allen Hauptreiserouten in Bayern verstopfte Straßen.

Auf der A8 München-Salzburg: Nadelöhr Irschenberg

Auf der A8 München-Salzburg: Nadelöhr Irschenberg

Als letztes deutsches Bundesland startet Bayern am Wochenende in die Sommerferien. Durch den Beginn der Schulferien in Baden-Württemberg am 29. August ist mit der Reisewelle bereits am Freitag zu rechnen. "Verstärkt wird die Situation durch die schlechte Baustellensituation etwa auf der A8, der A9 und der A99", sagte ein ADAC-Sprecher in München. Auch das Verkehrslagezentrum Bayern erwartet Staus und stockenden Verkehr in Richtung Süden und vor allem auf der A8 rund um das Inntaldreieck.

Um verstopfte Straßen zu meiden, rät der ADAC, weniger frequentierte Strecken zu fahren. Die kürzeste Route sei nicht immer die schnellste. Auch ein späterer Antritt der Urlaubsreise vermeide lange Wartezeiten. "Wir empfehlen den Dienstag oder Mittwoch als Reisetag. Gerade Camper müssen nicht am Wochenende fahren", sagte Arnold. Viel Geduld brauchen die Autofahrer auch an den Grenzübergängen und den Hauptverkehrswegen durch das benachbarte Ausland. Neben der Tauernautobahn in Österreich seien die Brennerautobahn in Italien oder die Strecken nach Slowenien und Kroatien betroffen.

Über 100.000 Passagiere an einem Tag

Turbulent dürfte es auch auf den Flughäfen zugehen. Am Münchner Flughafen werden am verkehrsstärksten Tag, dem Freitag, rund 110.000 Fluggäste erwartet. Das sind zehn Prozent mehr als an einem normalen Wochentag auf Deutschlands zweitgrößtem Flughafen. "Wir werden unser Personal aufstocken, um die Wartezeiten so kurz wie möglich zu halten", sagte ein Flughafensprecher. Trotzdem sollten die Reisenden mindestens zwei Stunden vor Abflug am Airport sein.

Auch der Nürnberger Flughafen sieht sich gerüstet für den erwarteten Ansturm der Reisenden. Schon am ersten Ferienwochenende sollen dort 170 Flugzeuge mit insgesamt rund 15.000 Fluggästen zu Ferienzielen abheben. Sowohl an den Check-in-Schaltern als auch in der Flugzeugabfertigung auf dem Vorfeld seien verstärkt Mitarbeiter im Einsatz. In den sechswöchigen Ferien dürften rund 560.000 Urlauber am Nürnberger Flughafen starten und landen. 620.000 Koffer, Taschen und Rucksäcke werden über die Gepäckbänder laufen.

Ruhiger als an den Flughäfen und auf den Straßen im Freistaat könnte es für die Reisenden in den Zügen und an den Bahnhöfen werden. Zwar machen sich auch viele Fahrgäste aus Bayern auf den Weg in Feriengebiete an der Nord- und Ostsee, wie ein Bahnsprecher sagte. In Richtung Bayern sei aber an diesem Wochenende nicht mehr los als normalerweise. Deshalb setze man auch nicht mehr Züge als sonst ein. Den Urlaubern empfahl der Sprecher bei Reisen mit der Bahn dennoch Sitzplatzreservierungen.

tib/DPA / DPA

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