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Sicherheitspanne: Chaos am Münchener Flughafen: Jetzt ist der Grund bekannt

Langsam kommt Licht ins Dunkel: Die Frau, die am vergangenen Samstag das Chaos am Münchener Flughafen verursacht hatte, saß zum Zeitpunkt der Räumung schon längst im Flieger. Auch der Grund für die Panne ist nun bekannt. 

München Franz-Josef-Strauß-Flughafen

Eine Panne bei den Sicherheitskontrollen führte zum Chaos am Flughafen in München

DPA

Die Frau, die am Samstag das Chaos am Münchner Flughafen ausgelöst hatte, saß bei der Räumung von Deutschlands zweitgrößtem Airport schon im Flieger. Die 40-Jährige hatte den Flughafen vor dem Abfertigungsstopp mit einem Flugzeug verlassen, wie die zuständige Regierung von Oberbayern am Montag mitteilte. Nähere Angaben zu der Frau und ihrem Ziel machte die Pressesprecherin nicht.

Die Reisende war am Samstagmorgen durch eine Sicherheitsschleuse gegangen, ohne vorher kontrolliert worden zu sein. Daraufhin räumte die Bundespolizei zwei Abflughallen. "Die Passagierin konnte durch Auswertung der Bordkartenleser ermittelt werden", teilte die Regierung mit. Der Zeitpunkt der Bordkartenkontrolle sei über die Kameraaufzeichnungen festgestellt worden.

Vermutlich ist die Frau in München unschuldig

Dass die Frau schon am Samstagmorgen abgeflogen war, sei aber erst nach aufwendigen Recherchen um 15.30 Uhr ermittelt worden. "Aus derzeitiger, vorläufiger Sicht sehen wir insbesondere keinen Raum für ein strafrechtliches Vorgehen gegenüber der Passagierin", so die Sprecherin. Die Prüfung sei aber noch nicht endgültig abgeschlossen.

Folgen hat die Sicherheitspanne aber für drei Mitarbeiter der Sicherheitsfirma: Sie wurden von ihren Aufgaben entbunden. Das teilte die Regierung Oberbayern mit, die für die Sicherheitskontrollen verantwortlich ist. Über mögliche weitere Konsequenzen werde nach Abschluss der Prüfungen des Vorfalls entschieden, sagte eine Sprecherin.

Die Panne hatte zum Ausfall von etwa 330 Flügen geführt, etliche waren verspätet. Zehntausende Reisende konnten entweder gar nicht oder nur stark verspätet in den Urlaub starten.

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Sicherheitskraft durch Gespräch mit Kollegen abgelenkt

Den Angaben nach war die zuständige Kontrollkraft der staatseigenen Sicherheitsgesellschaft am Flughafen München (SGM) durch ein Gespräch mit Kollegen abgelenkt. In diesem Moment sei die Passagierin unkontrolliert durch die Schleuse gegangen. Eine andere Sicherheitskraft habe den Fauxpas bemerkt und Kollegen gebeten, die Reisende zurückzuholen. Weil diese aber nicht mehr auffindbar gewesen sei, informierte der Sicherheitsdienst eine Viertelstunde später einen Vorgesetzten.

Dieser wiederum alarmierte den Angaben zufolge die Bezirksregierung. Die Behörde habe dann der Bundespolizei Bescheid gegeben. Daraufhin ordneten die Beamten an, Terminal 2 und das dazugehörige sogenannte Satelliten-Terminal zu räumen.

tis / DPA

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