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Sauberkeit in Zügen: Bahn weist Kritik an mangelnder Hygiene zurück

Die Deutsche Bahn hat einen NDR-Bericht über Hygienemängel in ihren Zügen entschieden zurückgewiesen. Eine Bahn-Studie habe kürzlich "keinerlei Hinweise" auf eine erhöhte Infektionsgefahr ergeben.

Der Zeitpunkt hätte nicht ungünstiger sein können: Gerade erst haben Bahnkunden erfahren, dass sie für ihre Tickets ab sofort tiefer in die Tasche greifen müssen, da sorgt der Norddeutsche Rundfunk (NDR) mit einer weiteren Meldung für Verdruss. In der Mitteilung zu einem für Montag geplanten TV-Bericht des Verbrauchermagazins "Markt" hatte der Sender erklärt, bei Stichproben in Zügen seien massenhaft Keime und Bakterien auf Sitzplätzen, Armlehnen und Türöffnern gefunden worden. Die Bahn (DB) wies die Vorwürfe umgehend zurück. Eine DB-Studie mit unabhängigen Instituten habe erst kürzlich ergeben, dass es keinerlei Hinweise auf eine erhöhte Infektionsgefahr bei Bahnreisen gebe, teilte die Bahn mit. Das Unternehmen betonte, die Züge würden im Rahmen eines mehrstufigen Systems aufwändig saubergehalten: "Neben Tagesreinigungen gibt es Reinigungen während der Fahrt sowie darüber hinaus regelmäßige Grundreinigungen und Spezialreinigungen, für unter anderem Decken, Fußböden, Glas und Teppiche." Zudem seien Keimbelastungen kein geeignetes Indiz für Sauberkeit, "sie finden sich überall im öffentlichen Raum und sind natürlicher Bestandteil unserer Umwelt."

Der NDR stellte in seinem Bericht fest, dass 50 von 70 Stichproben ein hohes, zahlreiche Proben sogar ein massenhaftes Wachstum von Keimen und Bakterien aufgewiesen hätten. In ICE-Zügen sei eine besonders hohe Keimbelastung festgestellt worden. Mikrobiologen hätten diese Ergebnisse sehr überrascht, sagte eine Sprecherin des NDR. Gesundheitsschädlich seien diese dann, wenn jemand in seiner Immunabwehr geschwächt sei, beispielsweise ältere Menschen.

mcp/DPA / DPA
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