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Szene-Trend: Berlins Westen ist wieder im Kommen

Die Szene hatte ihn bereits abgeschrieben: den Berliner Westen. Doch das Areal rund um Kudamm und Gedächtniskirche schlägt jetzt zurück und macht der angesagten Mitte mächtig Konkurrenz.

Jahrelang verwahrloste Schmuddelecken liegen raffiniert versteckt hinter Riesenzäunen, verklebt mit meterhohen Urlaubsbildern und Werbebotschaften. Im Bahnhof Zoologischer Garten hält kein ICE mehr und auch sonst kaum noch ein Fernzug. Den Boulevardbühnen Komödie und Theater am Kurfürstendamm droht die Schließung.

Der schleichende Niedergang der City West in Berlin erscheint Einheimischen und Touristen nicht nur als gefühlte Szenerie. Die Investoren richteten ihre Begehrlichkeiten nach der Wende oft einseitig Richtung Osten, dorthin flossen Millionen und belebten mit Glitzerfassaden die Friedrichstraße, mit Verzögerung auch den Alexanderplatz, den Potsdamer Platz sowieso. Doch jetzt scheint die Welle zurück zu schwappen: Berlins Westen ist wieder im Kommen.

Ein Riesenrad im Zoo

Es ist ein eigentümlicher Zufall: Seit Eisbär Knut da ist und so viele Menschen wie noch nie zuvor glücklich in den Zoologischen Garten strömen, wird in der West-City Berlins vieles wieder gut. Die nächste Attraktion für Millionen kommt mit dem geplanten Riesenrad am Zoo.

Im wieder einmal teilrenovierten Europacenter eröffnete vor wenigen Tagen das Elektronikkaufhaus Saturn ein neues Flaggschiff mit 13.000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Auch der Senat hat die West-City um Kurfürstendamm, Tauentzien, Gedächtniskirche und Zoo neu entdeckt, das "Planwerk Innenstadt" von 1999 wieder ausgegraben und hoch offiziell einen Beschluss "für Maßnahmen zur Stärkung der City West" gefasst.

Neue Tendenz im Westteil Berlins zu erkennen

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) setzte persönlich ein Zeichen. Zusammen mit Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) und Wirtschaftssenator Harald Wolf (Die Linke) unternahm er einen dienstlichen Stadtbummel nahe der Gedächtniskirche durch die Nürnberger und Budapester Straße. Eine Unternehmer-Initiative will das Areal verschönern. Wowereit lobte: "Ich kann nur sagen, hingehen, ansehen und sich kümmern." Gleichzeitig will er mit seiner West-Präsenz aber niemanden verschrecken: "Das richtet sich nicht gegen Ost-Bereiche."

Die neuen Tendenzen nach Jahren des tatsächlichen oder gefühlten Niedergangs im Westteil Berlins sieht auch die Wirtschaft gern und bestätigt die Entwicklung. "Alexanderplatz und Friedrichstraße als die großen und bekannten Zentren im Osten haben aufgeholt, aber Tauentzien und Kudamm sind unbestritten weiter und ungefährdet die umsatzstärksten Bereiche", sagte kürzlich der Hauptgeschäftsführer des Handels in Berlin und Brandenburg, Nils Busch-Petersen.

Indiz für anhaltend stärkere Wirtschaftskraft im Westen sind auch die mit 200 Euro pro Quadratmeter doppelt so hohen Mieten am Tauentzien im Vergleich zum Alexanderplatz.

Billigläden trübten das Bild an Kudamm

"Es passiert was", sagte Senatorin Junge-Reyer der Deutschen Presse-Agentur DPA. Aus ihrer Sicht hat die City West eigentlich nie ihre Qualität und Attraktivität verloren. "Nur der Fokus des Interesses hat einige Zeit nicht so auf der City West, sondern mehr auf den Fortschritten im Ostteil geruht".

Am Kudamm hatten sich einige Zeit wie auch in der benachbarten Budapester Straße immer wieder Billigläden eingenistet, die das früher gewohnte gehobene Bild für die Bummel-Touristen trübten. Doch trotz astronomischer Mieten siedelten sich in jüngster Zeit wieder die führenden und exklusiven Textil-, Schuh- und Schmuckmarken am Kudamm an.

Den neuen West-Sog nutzte mit einer Millioneninvestition auch Hotelchef Ekkehard Streletzki ("Estrel-Hotel"), der im Mai in der Nürnberger Straße das "Ellington" neu eröffnete, einen Steinwurf vom Elefantentor des Zoos entfernt. "Der Westteil Berlins stand lange Zeit im Schatten des prosperierenden Ostteils. Nun aber wird die City West wieder an Fahrt gewinnen, deshalb sind wir hier", analysierte Streletzki.

Der "Provinzmief" muss weichen

Ohne Millionen, aber ähnlich optimistisch feierte Senatorin Junge-Reyer die Trendwende. "Die City West verfügt über die urbanen Qualitäten einer europäischen Metropole. Hier kristallisiert sich, was Berlin attraktiv macht, beste Infrastruktur, lebendige Wohnviertel sowie Konsum und Amüsement auf internationalem Niveau."

Zeitweise verbreiteter "Provinzmief" muss wohl dafür weichen. Den Fritten- und Perlenbuden am Fuße der Gedächtniskirche droht in Kürze die Verdrängung. Der Stil des gesamten Areals soll wieder mehr geprägt sein von den jeher edleren Ansprüchen zum Beispiel des KaDeWe, das mit seinen Feiern zum 100. Geburtstag in diesem Jahr die Akzente im unteren Teil der City West setzt.

DPA / DPA

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(